Kleine Ursache, große Wirkung

Mückenplage: Groko fordert Gegenschlag

Mühlheim - Bei der Stechmückenplage will die Politik Nägel machen – ob tatsächlich auch welche mit Köpfen, soll ein Prüfauftrag ergeben, den die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 29. Juni beschließen kann.

Der Vorstoß stammt aus der Feder der Großen Koalition. SPD und CDU greifen damit ein Thema auf, das zwar kleine Ursachen, aber große Wirkungen hat. Zur Erinnerung: Vergangene Woche hatten Bewohner der Markwald-Siedlung in unserer Zeitung beklagt, dass die Sommerfrische auf ihren Terrassen wegen der als Geburtsstation für Stechtiere dienenden stehenden Gewässer im nahen Forst wieder einmal kaum noch möglich sei. Und sie hatten die Frage gestellt, warum die Stadt besagte Gewässer nicht wie der Nachbar Hanau mit einem Gegenmittel „impft“. Erste Stadträtin Gudrun Monat informierte daraufhin – mit Hinweis auf die Notwendigkeit flächendeckender Reaktionen über die Grenzen der Region hinaus – darüber, dass die Umweltbehörde dabei sei, Präventivmaßnahmen zu prüfen (wir berichteten).

In diese Kerbe schlägt nun auch der Groko-Antrag. Er will den Magistrat explizit beauftragen, „Möglichkeiten zur Eindämmung der Vermehrung der Stechmücke im bewohnten Stadtgebiet zu finden“. Hierbei sollen sowohl die natürlich-biologischen wie auch die chemischen Varianten mit ihren Erfolgsaussichten und Kosten untersucht und so gegenübergestellt werden. Gegebenenfalls soll dann ein „Pilotversuch“ folgen.

Nach Beobachtung der Koalitionäre haben sich „in einigen Bereichen der Stadt die Stechmücken markant vermehrt und sind mittlerweile zu einer Mückenplage geworden.“ (mcr)

Bilder: Mühlentag in Mühlheim

Rubriklistenbild: © dpa

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