„Allemal verdient“

Karl-Christian Schelzke bekommt Hessischen Verdienstorden

Hohe Auszeichnung: Karl-Christian Schelzke (Zweiter von rechts) präsentiert die Urkunde und den Hessischen Verdienstorden im Beisein von Bürgermeister Daniel Tybussek (von links), Ehrenbürgerin Elisabeth Gilmer-Kaiser und seiner Frau, Marita Immel-Schelzke (rechts).
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Hohe Auszeichnung: Karl-Christian Schelzke (Zweiter von rechts) präsentiert die Urkunde und den Hessischen Verdienstorden im Beisein von Bürgermeister Daniel Tybussek (von links), Ehrenbürgerin Elisabeth Gilmer-Kaiser und seiner Frau, Marita Immel-Schelzke (rechts).

Mühlheims Ex-Bürgermeister und ehemaliger Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebundes (HSGB) Karl-Christian Schelzke, hat nun für sein vielfältiges Wirken den Hessischen Verdienstorden bekommen. Der Wunsch kommt aus der Bevölkerung und zeigt, welchen Eindruck Schelzke in der Stadt hinterlassen hat. Mühlheims Ehrenbürgerin Elisabeth Gilmer-Kaiser hatte die Ehrung gemeinsam mit vielen weiteren Protagonisten aus der Kultur- und Vereinswelt vorgeschlagen. Sie findet: „Er hat sich immer um die Anliegen der Bürger gekümmert, er hat die Auszeichnung allemal verdient.“

Mühlheim – Für den Geehrten kam die Auszeichnung unerwartet. „Es rührt mich und zeigt, dass mein Werben für eine aktive Bürgergesellschaft Früchte getragen hat“, sagt der Sozialdemokrat. Schelzke hebt vor allem Gilmer-Kaiser hervor, der er für ihre Unterstützung während seiner Bürgermeisterzeit sehr dankbar sei. Schelzke ist mittlerweile in Dietesheim, wie er hervorhebt, fest verwurzelt: „Es ist meine Heimat geworden“, sagt er und schiebt nach: „Ich habe es auch mittlerweile akzeptiert, ein OF-Kennzeichen zu haben.“

Landesvater Volker Bouffier überreichte dem 71-jährigen Wahl-Mühlheimer jüngst die Auszeichnung bei der Mitgliederversammlung des HSGB in Bad Nauheim. Der Ministerpräsident würdigte den besonderen jahrzehntelangen Einsatz des Volljuristen und dankte ihm für die Arbeit, die er 21 Jahre an der Spitze des HSGB geleistet hat. So wie der Verband habe sich auch Schelzke um das Gemeinwohl verdient gemacht: „Sie sind engagiert, durchaus streitbar und auch selbstbewusst. Aber am Ende auch kompromissbereit.“ Bouffier zollte Schelzke im Namen des Landes Hessen Anerkennung und Respekt.

Auch Bürgermeister Daniel Tybussek würdigt den Geehrten: „Karl-Christian Schelzkes Wirken hat in Mühlheim viele Spuren hinterlassen und mit seinen zahlreichen Engagements und Ideen unsere Mühlenstadt nachhaltig geprägt.“ Tybussek zählt Schelzkes Initiativen auf: die Bürger- und Seniorenhilfe, der Handwerkerstammtisch, der sich die Vermittlung arbeitsloser Jugendlicher zur Aufgabe gemacht hat, und Schelzkes Einsatz rund um die Kriminalprävention in Mühlheim. „Er hat schon immer gerade die Menschen durch sein Schaffen in die Mitte der Gesellschaft gerückt, deren Probleme bis dahin kaum beachtet wurden und somit bis zu diesem Zeitpunkt wenig Unterstützung aus der Bürgerschaft erfahren durften“, betont Tybussek. Darunter auch „Rettet Kinder – rettet Leben“ und die Unterstützung bei der Gründung der Sandebeck Stiftung.

Schelzke hat den Wochenmarkt auf der Bahnhofstraße initiiert und auch in der Kulturwelt viel bewegt. So hat er sich unter anderem für den Bau des Artificial-Family-Vereinsheims und für das Schanz eingesetzt. Zahlreiche Kulturvereine wie den Musikverein Dietesheim oder die Concordia hat er unterstützt. Noch heute ist Schelzke Vorsitzender der TKG Sonnau und etablierte dort zusammen mit Tybussek das Bürgermeister-Kabarett.

Auch Themen wie Diversität waren schon vor Jahren und Jahrzehnten für Schelzke eine gelebte Selbstverständlichkeit, hebt Tybussek hervor. „So setzte er sich auch für die gesellschaftliche Akzeptanz von Travestiekunst ein und gehört zu einem der Förderer von ,Gerdas kleiner Weltbühne’“. ron

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