Am Ende der Durststrecke

Alter Frankfurter Weg bis Fuggerstraße frei

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Der Alte Frankfurter Weg ist bis zur Fuggerstraße wieder befahrbar. Bis zum Jahresende soll der komplette Kanalaustausch abgeschlossen sein.

Mühlheim - In der Roten Warte ist der Alte Frankfurter Weg bis zur Fuggerstraße wieder befahrbar. Die letzte Asphaltschicht fehlt zwar noch. Doch das Ende der großen Kanalsanierung ist in greifbarer Nähe. Auch die ersten neuen Parkplätze sind freigegeben. Von Marcus Reinsch 

Lange hätte die NASA im Alten Frankfurter Weg das Leben auf einem fremden Planeten proben können, ohne viel Arbeit in Kulissenbau zu investieren. Und vielleicht wären die robusten Fahrzeuge der amerikanischen Weltraumorganisation beim wilden Ritt durch die Kraterlandschaft mitten in der sonst so aufgeräumten Rote-Warte-Siedlung sogar heil davongekommen. Normale Autos allerdings durften sich kaum auf die Achse wagen, seit dort vergangenes Jahr Stück für Stück das 2,4 Millionen Euro schwere Mammutprojekt Kanalsanierung begonnen hat. Das ist nun vorbei. Zumindest teilweise. Vom Bepo-Kreisel aus gesehen, ist der Alte Frankfurter Weg auf den 400 Metern bis zur Einmündung in die Fuggerstraße wieder befahrbar.

Fertig wäre da noch ein zu großes Wort. Denn eine Straße besteht aus mehreren Schichten. Die oberste, die sogenannte Deckschicht, fehlt noch. Aber die Asphaltachse kann trotzdem schon genutzt werden. Das sorgt für die Erreichbarkeit von Einfahrten, das führt darüber hinaus zu weiteren Vorteilen. Bereits jetzt, heißt es aus dem Rathaus, sei seitlich „das Mehr an Parkflächen für die Anwohner und deren Besucher“ erkennbar. Die Plätze seien neben den Bepflanzungsflächen fest in den wieder freigegebenen Straßenverlauf integriert.

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Im Herbst sollen dann die ersten Bäume gesetzt werden. Die Rote Warte, so wurde es bei einer Bürgerbeteiligung entschieden, bekommt Kegel-Feldahorne, „um künftig dem Alleencharakter einen guten Ausdruck zu verleihen“. Genauso seien schon die barrierefreien Querungsmöglichkeiten angelegt. Bis zum Jahresende soll dann nicht nur das erste Teilstück, sondern die gesamte Durststrecke überwunden sein. Inklusive der noch folgenden etwa 150 Meter in der Rote-Warte-Straße.

Die Stadt zieht „ein durchaus positives Zwischenfazit“. Vor allem, weil die Bauleitung vor Ort den Anwohnern regelmäßig als Ansprechpartner zur Verfügung stand, sich mit Fragen und Nöten intensiv auseinandersetzte. Das habe für „ein dauerhaft sehr gutes Miteinander“ gesorgt. Und das ist keine Schönrednerei. In der Tat ist von größeren Karambolagen zwischen den Interessen der Anwohner und der Baufirmen nichts bekannt.

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