Auftakt zu „111 plus 1“

Sonnau startet mit Revue in die fünfte Jahreszeit und baut auf Eigengewächse

Vorfreude auf die Kampagne: Sonnau-Vorsitzender Karl-Christian Schelzke hofft, dass der Mühlheimer Fastnachtszug im kommenden Jahr stattfinden kann. archiv
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Vorfreude auf die Kampagne: Sonnau-Vorsitzender Karl-Christian Schelzke hofft, dass der Mühlheimer Fastnachtszug im kommenden Jahr stattfinden kann. archiv

Auch die Karnevalsgesellschaft Sonnau geht an den Start. Bereits am Samstag, 20. November, steigt ihre Kampagne Numero „111 plus 1“ mit der Sonnau-Revue. Denn im vergangenen Jahr hätten die Fastnachter auf das närrische Jubiläum anstoßen können, das wird in elf Tagen freilich nachgeholt. Die Sause steigt im Siedlergemeinschaftshaus Rote Warte nach der 2G-Regel, „damit Stimmung aufkommt“.

Mühlheim – Sonnau-Vorsitzender Karl-Christian Schelzke und sein Team haben bereits ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Eigengewächsen vorbereitet. „Wir sind entschlossen, aktiv zu werden“, unterstreicht der ehemalige Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebunds. Der Vorstand habe sich auch mit der Frage beschäftigt, was die nächsten Wochen in Sachen Pandemie und Politik bringen. Angesichts stark steigender Inzidenzen fürchtet die Sonnau, dass gesellige Aktivitäten wieder eingeschränkt werden könnten.

„Aber, irgendwann muss man den Mut haben und loslegen“, meint der Jurist. Die Gelb-grünen wollen die fünfte Jahreszeit allerdings nicht wie in den vergangenen Jahren in der Willy-Brandt-Halle begrüßen. Sie ziehen in die Rote Warte und somit an den Ort ihrer Wurzeln. Das neue Konzept baue auf Kräfte aus den eigenen Reihen.

Da wäre die Sonnau-Playback-Show mit Vorstandsmitglied Gerd Noll. Die Sonnau-Buben Jonas und Florian treiben Schabernack, verbreiten humoristisch Nachrichten aus der Mühlenstadt und der Welt. „Die haben schon fleißig in der Innenstadt Filme gedreht“, verrät der Ältere vom Bürgermeister-Kabarrett. Das bildet der frühere Mühlheimer Bürgermeister Schelzke mit seinem Nach-Nachfolger Daniel Tybussek.

Die Nummer erinnert an Asterix und Obelix oder das Duo Ohrenschmaus ohne Hut und Gitarren. Vielleicht auch an Anne Will und Markus Lanz, jedenfalls geht’s um alles, was Basaltköpp, Schlächte und Russe’ gerade umtreibt. Mit von der Partie sind auch Andy Franz mit Konrad, der immer noch 86 ist, Bütten-Ass Roland Deiß, das musikalische Multi-Talent Reinhard Paul und die jungen Damen der Formation Flying Starz vom Karnevalverein.

Und was ist mit dem Sonnau-Ritter? „Der 54. hat die Ehre, seinen Titel auch durch die neue Kampagne zu tragen.“ Der bayerischste Lämmerspieler Robert Kordik behält also Umhang und Kappe. „Der Verein hat Tiefen erlebt, jetzt erweist er sich als eingeschworene Gemeinschaft, in der jeder mit anpackt“, sagt Schelzke und bekennt, dass er stolz sei, Vorsitzender sein zu dürfen.

Fest entschlossen sei die Sonnau-Führung auch, am Fastnachtsamstag, 26. Februar, den Maskenball Wibralla zu veranstalten. Den Namen haben sie sich schützen lassen. Rund 700 Narren feierten früher in der Willy-Brandt-Halle, wo die DJs Uli und Erik aus der einstigen Luxor-Disco aufgelegt haben. Sie wollten 2020 aufhören, eine Party- und Schlagerband soll sie ersetzen. Und beim Umzug will die Sonnau auch dabei sein. (Von Michael Prochnow)

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