Interkommunale Zusammenarbeit

Bekenntnis zum Tierheim

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Dreieichs Herberge, die auch Mühlheims Notfälle aufnimmt, ist erstmal aus dem Gröbsten raus. Und so, hofft die Stadt, wird es bleiben. Lange war das Dreieicher Tierheim in Bedrängnis. Mühlheim ist daran beteiligt.

Mühlheim - Ja, es ginge etwas billiger. Und ja, die zumindest im Westen des Kreises für Wochen allgegenwärtige Diskussion um die Zukunft des in Finanznot geratenen Dreieicher Tierheims hat bei anderen Beteiligten den Blick für Alternativen in eigener Sache geschärft. Von Marcus Reinsch

In Mühlheim will die Stadt beim Thema Fundtiere allerdings weder die Geld-Karte spielen noch organisatorische Schnellschüsse unternehmen. Bürgermeister Daniel Tybussek hat ein Bekenntnis zur Zusammenarbeit der Mühlenstadt mit dem Dreieicher Tierheim geliefert: Mühlheimer Fundtiere werden auch künftig dort untergebracht. „Überall wird von der interkommunalen Zusammenarbeit gesprochen“, sagt Tybussek. „Schon deshalb wäre es das falsche Signal“, aus dem Kreis der die Einrichtung mittragenden Städte auszuscheren. Das Tierheim Dreieich übernehme im Kreis Offenbach eine wichtige Aufgabe. Es nehme Hunde, Katzen und Kleintiere aus zehn Mitgliedskommunen auf.

Mühlheim zahle dafür pro Einwohner momentan 80 Cent pro Jahr. Eine Erhöhung dieses Beitrags auf einen Euro sei im Gespräch. Das sei etwas teurer als die Anbindung Mühlheims an das Tierheim beispielsweise in Gelnhausen. Ein Wechsel würde allerdings der Überzeugung wiedersprechen, dass die bisherigen Strukturen bestehen bleiben müssen.

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Vergangenes Jahr wurden Gespräche geführt, bei denen die Zukunft des Tierheims Dreieich im Fokus stand und auch an eine Privatisierung gedacht wurde. Auslöser waren Geldprobleme der Institution, die dank einer Erbschaft vorerst entschärft wurden. Allein: Das Problem kommt vielleicht wieder. Der Mühlheimer Magistrat, sagt Tybussek, lehne eine gewerbliche Privatisierung ab. Es könnten aber Kooperationspartner wie die Tierherberge Egelsbach ins Boot geholt werden. Zwei Vereine hätten sich auch in Mühlheim vorgestellt, „die Stadt wäre auch bereit gewesen, einen der beiden Vereine am Tierheim zu beteiligen“. Wichtig sei ihm, die Tierherberge „mit allen Kommunen fortzuführen“. Das sei auch als Plädoyer gegen den Ausstieg anderer Kommunen zu verstehen.

Die Mitgliederversammlung des Tierheims habe entschieden, das Tierheim in der derzeitigen Form weiterzuführen. Ob die aktuelle Finanzausstattung mittel- und langfristig den Bestand sichert, werde sich zeigen.

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