Rathauschef appelliert an Bürger

Coronavirus: Städtische Gebäude bleiben bis Ende der Osterferien geschlossen

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Neue Maßnahmen nötig: Am Samstag tagte ein Teil des städtischen Krisenstabes im Rathaus.

Aufgrund der sich ständig überschlagenden Ereignisse durch die Verbreitung des Coronavirus hat die Stadt Mühlheim neue Maßnahmen verkündet.

Mühlheim –  Zu den Maßnahmen hat ein Teil des Krisenstabs – darunter Bürgermeister Daniel Tybussek, Erster Stadtrat Dr. Alexander Krey, Klaus Schäfer (Leiter des Fachbereichs Sport und Kultur sowie auch zuständig für die VHS und die Musikschule), Annika Ilic (Sachgebietsleitung für die Koordination von Kindertageseinrichtungen) und Tristan Gerfelder (Fachbereichsleiter Allgemeine Dienste) – am Samstag im Rathaus getagt. Nach dem Treffen ist klar: Es werden erhebliche Einschränkungen auf die Bürger zukommen.

Alle städtischen Kindertagesstätten und Betreuungseinrichtungen bleiben ab sofort bis einschließlich Sonntag, 19. April, also bis nach den Osterferien geschlossen. Bürgermeister Tybussek macht klar: „Es besteht ein Betreuungsverbot.“ Allen bei der Stadt sei klar, dass dies Eltern vor erhebliche Probleme stelle. Doch „dafür gibt es eine Notwendigkeit“, betont der Rathauschef. Ausnahmen gibt es nur für Kinder, bei denen beide Erziehungsberechtigten bestimmten Personengruppen, die in der Verordnung des Landes Hessen (Link am Textende) ausdrücklich aufgeführt sind. Dazu zählen unter anderem Polizisten, Feuerwehrkräfte, Pfleger, Ärzte oder Apotheker. Betroffene melden sich bis zum heutigen Montag in der jeweiligen Betreuungseinrichtung. Tybussek betont: „Ohne Nachweis werden die Kinder nicht betreut.“

Darüber hinaus bleiben alle städtischen Einrichtungen, wie etwa die Stadtbücherei, das Hallenbad, die Musikschule, die Volkshochschule sowie die Sportanlagen und -hallen geschlossen. Davon ausgenommen ist bislang nur der Wertstoffhof an der Rumpenheimer Straße. Beerdigungen und Trauerfeiern sowie geplante Trauungen können eingeschränkt stattfinden. Dazu gibt es telefonisch nähere Informationen bei den Mitarbeitern der zuständigen Sachgebiete im Rathaus.

Nach Gesprächen mit dem Kreis Offenbach und den anderen Kreiskommunen werde Rathaus bis einschließlich 19. April nur nach Terminvereinbarung zugänglich sein. Tybussek lobt sowohl die Zusammenarbeit im Rathaus als auch die mit dem Kreis und den umliegenden Kommunen. Termine im Rathaus können unter den folgenden Nummern vereinbart werden: Zentraler Bürger-Service, 06108 601-999, Zulassungsstelle, 06108 601-950, Zentrale, 06108 601-0, sowie bei den bekannten Ansprechpartnern in den Fachabteilungen. Die Stadt bittet: „Überlegen Sie dennoch, ob Ihr Anliegen derart wichtig und zeitlich dringend ist, um die Stadtverwaltung aufzusuchen.“ Damit sollen nicht nur Besucher, sondern auch Mitarbeiter der Stadtverwaltung vor einer möglichen Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus geschützt und der Betrieb so gut wie möglich aufrechterhalten werden.

Nachdem das Hessische Sozialministerium verfügt hat, Veranstaltungen mit mehr als 1 000 Teilnehmern zu untersagen, hat auch der Kreis Offenbach einen entsprechenden Erlass gefasst.

Somit werden auch alle städtischen Veranstaltungen beziehungsweise in städtischen Räumen bis einschließlich 19. April abgesagt. Die Stadt empfiehlt Veranstaltern in der Willy-Brandt-Halle, an anderen Orten oder Räumen unter Berücksichtigung der aktuellen Gefährdungslage die Notwendigkeit der jeweiligen Veranstaltung zu überprüfen und diese gegebenenfalls zu verlegen oder abzusagen. Bürgermeister Tybussek betont: „In diesen Zeiten bitten wir um Verständnis, gegenseitige Unterstützung und Solidarität. Uns ist bewusst, dass die Menschen sich stark einschränken müssen.“ Er appelliert an ein vernünftiges und friedliches Miteinander.

Infos: soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/coronavirus-sars-cov-2/umgang-mit-corona-kita-und-kindertagespflegestellen; muehlheim.de

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