Kinderbetreuung

Eltern und Kinder begleiten: Verein „Schritt für Schritt“ erweitert sein Angebot

Melina Spahn (links) und Anke Bär haben sich viel vorgenommen.
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Melina Spahn (links) und Anke Bär haben sich viel vorgenommen.

Ein Neustart ist für diesen Verein Alltag. Von der Schwangerschaft bis zum Kindergarten begleitet er Eltern und ihren Nachwuchs. Jetzt erweitert ein neuer Vorstand das Angebot von „Schritt für Schritt“ in den einstiegen Kühlräumen einer Metzgerei. Der Vereinsname ist Programm, selbst unter der Corona-Politik dürfen Hebammen beraten und Leiterinnen Yoga-Kurse führen. Künftig soll weitere Begleitung hinzukommen.

Mühlheim – Dafür stehen Anke Bär und Melina Spahn, die Erste Vorsitzende von „Schritt für Schritt“ und ihre Stellvertreterin. Die Bezeichnung rührt aus dem Buch „Momo“ von Michael Ende, erklären die beiden Frauen. Da fragt das Mädchen den Straßenfeger, wie er es schafft, die ganze Straße zu säubern. „Schritt für Schritt“ antwortet der. „Wie der Weg zur Geburt“, bestätigen die Mütter die Worte der Hebamme Dorothea Kühn.

Sie hat 2006 die Räume am Durchgang vom Brückenmühl-Parkplatz zur Bahnhofstraße gemietet und den Verein mitgegründet. 2017 verstarb sie jedoch und Sabine Grossmann, Daniela Klier und Valentina Flack übernahmen die Führung bis zum vergangenen Januar. Inzwischen stehen drei Hebammen für Begleitung und Versorgung von Müttern und Säuglingen bereit, geben Becken-Boden-Training, Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse.

Mehr Präsenzveranstaltungen sollen laufen

Ferner gibt es Spielgruppen für Neugeborne und Kleinkinder, Baby-Massage, Yoga für Kinder, Meditation, Rauch-Entwöhnung, Clown-Kurs und ab sofort auch Tipps zur gesunden Ernährung, „Wissenswertes und Hilfreiches für Jung und Alt“, wirbt Bär, darum nennt sich die Gemeinschaft Familien-Gesundheitszentrum. „Im Fokus steht aber der Nachwuchs“.

Nachdem die Politik Lockerungen in Aussicht gestellt hat, sollen wieder mehr Präsenzveranstaltungen laufen. Während des Lockdowns konnten Baby-Massage und Säuglingsgruppen nicht stattfinden. Jetzt sind Kurse mit maximal fünf Teilnehmern gestattet. Unter dieser Einschränkung hat das Gesundheitsamt auch das Milch-Café wieder erlaubt, das offene Treffen mit einer Geburtshelferin und Austausch, aber ohne Anmeldung und Gebühr.

Stadt gewährt Fördergelder

„Gerade das persönliche Gespräch ist online am Computer oft schwierig“, sagt Spahn. „Vor Ort mit nur einer Handvoll Teilnehmer, das lohnt sich allerdings für manchen Kursleiter nicht“, gibt Sprecherin Bär zu bedenken. Zum Glück gewährt die Stadt Fördergelder neben den Hilfen vom Staat. Zudem bringen die Vermietungen konstante Einnahmen. „Und unser Vermieter ist uns entgegengekommen“, sagt Spahn.

Künftig wollen die Damen Kinderkleidung auf einem Flohmarkt verkaufen, die Gruppe möchte am Weihnachtsmarkt und Veranstaltungen des Kontakt-Werks teilnehmen und neue Mitglieder gewinnen. (Von Michael Prochnow)

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