Jugendfreizeit

Happy und müde nach Hause: 42 Kinder und Jugendliche beim Zeltlager der St. Maximilian-Kolbe-Kirche

Spaß auf dem Wasser: Die Teilnehmer des Zeltlagers waren unter anderem auf selbst gebauten Flößen unterwegs.
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Spaß auf dem Wasser: Die Teilnehmer des Zeltlagers waren unter anderem auf selbst gebauten Flößen unterwegs.

„Es ist sehr vielfältig, für jeden etwas dabei“, bewertet Elisa das Programm. „Den Kindern gefällt’s, und Hauptsache, wir können überhaupt was machen.“ Die Teamerin der Katholischen Jugend St. Markus ist wie alle Teilnehmer des Zeltlagers 2021 sehr zufrieden mit der Idee, wenigstens eine Woche lang Unternehmungen in der Umgebung zu starten.

Mühlheim – Zwei der weißen Stoff-Häuser stehen zwar auf der Wiese hinter der St. Maximilian-Kolbe-Kirche, übernachten dürfen die 42 Kinder dort aber nicht.

Gerade planscht eine Gruppe auf zwei selbst gezimmerten Flößen und einem Ponton für Steh-Paddler im Main. Teamer Daniel Schneider ist auch Mitglied des Kanuclubs, der das Vorhaben im Fluss unterstützt. So haben die Mädchen und Jungen um Svenja Martius bunte Badenudeln und Hölzer mit Spanngurten und Schnüren verbunden. Mit diesen Untersätzen und einigen Ruderblättern starten sie feucht-fröhliche Wettrennen ans gegenüberliegende Flussufer.

Insgesamt sind 20 Betreuer in fünf Gruppen unterwegs. Neben Svenja und Daniel leiten Wiebke Oberbeck und Lucy Gäbler das Ferienangebot. Es hat mit einer Rallye begonnen, bei der immer ein Quartett anhand von Fotos Stationen in Markwald aufsuchen sollte. Mit dem Fahrrad haben sie die Fasanerie bei Hanau angesteuert, den Tierpark bei einer Führung näher kennengelernt.

Weitere Ziele waren der Heinrich-Kraft-Spielpark in Frankfurt-Fechenheim und das Schloss Philippsruh in der Brüder-Grimm-Stadt. Ein Kreis wanderte zum Minigolfen nach Wilhelmsbad, am Standort Müllerweg bastelten sie Insektenhotels und Traumfänger, gestalteten T-Shirts in Batik-Technik. Die Küche im Pfarrzentrum dürfen sie coronabedingt nicht benutzen, das Mittagessen wird stets einzeln verpackt angeliefert, erklärt Svenja. Auf Tour verpflegen sie sich selbst – zum Beispiel an einer Eisdiele, verrät eine Teilnehmerin.

Freilich, ohne Nachwanderung, Übernachtung und Überfälle ist es kein echtes Zeltlager, finden Christopher und Philipp, die mit 14 Jahren zu den erfahrenen „Zelas“ gehören. Lina (13) findet das Konzept mit den Ausflügen „sehr gut, besser als nur zu Hause zu sitzen, aber kein Vergleich mit dem richtigen Zeltlager“. Die Runde vermisst auch das Singen am Lagerfeuer.

Immerhin das fällt nicht ganz aus. Es flackert am Samstag an der Pfarrkirche, und zur Erinnerung gibt’s die traditionellen Armbändchen. „Alles hat geklappt, die Kids kommen abends müde und happy nach Hause“, resümiert die Sprecherin. (Von Michael Prochnow)

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