Brand in einer Kfz-Werkstatt

Bereitschaftspolizei und Freiwillige Feuerwehr üben den Ernstfall

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Im Hintergrund noch Rauch: Mitglieder von Bereitschaftspolizei und Freiwilliger Feuerwehr nach der überstandenen Übung.

„Kfz-Werkstatt der III. BPA in Mühlheim am Main nach Fahrzeugreparatur ausgebrannt und auf nicht absehbare Zeit unbenutzbar!“ So oder ähnlich hätte die Tagesmeldung lauten können, hätte es sich nicht um eine Brandschutzübung gehandelt.

Mühlheim – Unter Leitung von Polizeihauptkommissar Lutz Gambach wurden drei praktische Übungseinheiten sowie eine theoretische Einheit auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei angelegt und geleitet. Die Mühlheimer Feuerwehr unter Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Reinhardt Nickel unterstützte die Bereitschaftspolizei mit Rat und Tat sowie einer Nebelmaschine und einem Drehleiter-Fahrzeug.

Im theoretischen Übungsteil gab es die Möglichkeit, sich über Brandbekämpfungsmaßnahmen für den speziellen Kfz-Werkstattbereich zu informieren. Dabei war unter anderem die Elektromobilität ein Thema, die brandschutztechnische Probleme für Werkstätten mit sich bringt. Ebenso wurde über die Problematik des neuerdings eingesetzten Kühlmittels „R1234yf“ für Klimaanlagen in Fahrzeugen gesprochen. Dieser Stoff werde gemäß Sicherheitsdatenblatt als hochentzündlich eingestuft und berge dadurch einige Gefahren bei der Handhabung.

Mühlheim: Feuerwehr und Bereitschaftspolizei üben für den Ernstfall

Die praktischen Teile sollten den aktuellen Sachstand der Brandschutzordnung im Übungsbetrieb sowie deren Umsetzung durch die Mitarbeiter überprüfen. Ferner wurden die Entfluchtungs- und Evakuierungs-Möglichkeiten aus dem Hauptgebäude geübt und bewertet. Durch den Einsatz von zwei Nebelmaschinen gelang es zügig, den kompletten Werkstatt-Hauptraum so einzunebeln, dass die Simulation eines Fahrzeugvollbrandes realistisch erschien. Über vorhandene Alarme wurden die Mitarbeiter zum Verlassen des Gebäudes aufgefordert und mussten ihren Arbeitsbereich auf dem jeweils kürzesten Fluchtweg verlassen. Gleichzeitig konnten so vorhandene brandschutztechnische Einrichtungen auf ihre Funktionalität überprüft und mögliche Schwachstellen erkannt werden.

In einem weiteren Übungsteil wurde die Bergung von eingeschlossenen Personen mittels Drehleiter aus dem Obergeschoss der Kfz-Werkstatt geübt. So mussten die Teilnehmer von der hohen Fensterbank in den Rettungskorb springen.

Bei der anschließenden Evaluation der Übung erfolgte ein umfangreicher Austausch, offene Fragen wurden geklärt und ein durchweg positives Verhalten und Mitarbeiten der Übungsteilnehmer gelobt. „Das sollten wir viel öfter machen“ lautete die einhellige Meinung der Teilnehmer.
ron

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