Vorstand bestätigt

Dietesheimer Kolpingfamilie möchte Gelände verschönern

+
Den neuen Vorstand der Dietesheimer Kolpingfamilie bilden Frauenbeauftragte Marita Adam (von links), Vorsitzender Winfried Winter, Beisitzerin Esther Klum, Kassierer Stefan Heberer, Schriftführerin Angela Büchner, Kappenträger Kurt Eitel, Beisitzer Kurt Weber und Pfarrer Willi Gerd Kost als Präses. Es fehlen der stellvertretende Vorsitzende Uwe Seyfert, die Vertreterin von Jugend und Garde, Vanessa Seyfert, sowie Beisitzer Udo Parakenings. 

Ist die Dietesheimer Kolpingfamilie die am besten aufgestellte im Bistum? Zumindest Größe und Vielfalt der Gemeinschaft am Kirchturm von St. Sebastian geben dem Gerücht Nahrung.

Mühlheim – Schließlich feiern auch Kappenträger und Kirchturm-Komödianten unter der schwarz-orangefarbenen Fahne des Kölner Sozialpriesters Adolph Kolping. Bei ihrer Jahreshauptversammlung bestätigten die Anhänger weitgehend ihren erfolgreichen Vorstand.

Im komplett geheim gewählten Führungsteam bleibt Winfried Winter an der Spitze, stellvertretender Vorsitzender ist weiterhin Uwe Seyfert. Die Kasse führt Stefan Heberer, als Schriftführer setzt Angela Büchner die Arbeit von Mechthild Duttine fort. Die Kolpingfrauen vertritt wieder Marita Adam, Jugend und Garde Vanessa Seyfert und die Kappenträger Kurt Eitel. Als Beisitzer wurden im Pfarrheim Udo Parakenings, Kurt Weber und Esther Klum gewählt, Dekan Pfarrer Willi Gerd Kost gehört dem Gremium kraft Amtes als Präses an.

Winter berichtete von einer gut besuchten Gebetsstunde an Gründonnerstag, von Wortgottesdiensten am Kreuz im Naherholungsgebiet, wo sie um das Bewahren der Schöpfung und den Erhalt des Friedens beteten. Das Gelände soll verschönert werden, um das Kreuz wieder als Blickfang strahlen zu lassen. Den Kolpinggedenktag begingen sie in neuer Form, ehrten Jubilare und hießen neue Mitglieder willkommen.

Bei der Schuhsammlung schnürten sie vier Pakete à 20 Kilo. Die gut vernetzten jungen Familien gestalteten die Osterkerze, Gottesdienste für Kinder und zum Missionssonntag, bastelten, sangen und führten einen Stand beim Weihnachtsmarkt. Für die Kleidersammlung stellten Mitglieder Fahrzeuge zur Verfügung, jeder der Container hinter der Kirche und an der Kita St. Sebastian erbringe 90 Euro pro Füllung. Monika Friedrich organisiert den Adventsbasar mit selbst gemachtem Eierlikör. Viele Besucher kamen auch wegen der angeschlossenen Buchausstellung. Die Komödianten standen an vier Abenden auf der Bühne. An den ersten zwei November-Wochenenden wird „ein verrückter Plan“ verwirklicht, verriet Stefan Heberer, geübt wird nach Ostern.

Die Fastnachtsitzungen waren fast ausverkauft, das neue Moderatoren-Duo Desiree Straub und Christian Spahn verbreitete eine tolle Stimmung, hieß es. Auch die Party-Sitzung, der Rosenmontagszug und der Ausklang verliefen äußerst erfolgreich, „geprägt von einem großen Pool an Akteuren“, lobte Eitel. Mit der Band Stereotones wurde eine neue Basaltkopp-Hymne verbreitet.

Mit den Einnahmen habe die Familie die Ton- und Lichtanlage nach 20 Jahren erneuert, Geld für Fluchttüren, Garde-Kostüme und die Kirchenrenovierung. Und dennoch sitzen „ungebetene Gäste am Tisch“, fast 6 000 Euro mussten ans Finanzamt überwiesen werden. Bis Ende Mai sollen die neuen Kontonummern bei der Volksbank mitgeteilt werden, bat Kassierer Heberer.

Präses Dekan Willi Gerd Kost berichtete über „neue Wege“ des Bistums. Die Zahlen von Priestern, Gläubigen und Kirchensteuer gingen zurück. Das Dekanat Rodgau soll darum in nur noch drei größere Pfarreien aufgeteilt werden. Die Katholiken müssen „lernen, über den Tellerrand hinaus zu denken“, zitierte Kost Bischof Peter Kohlgraf.

VON MICHAEL PROCHNOW

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare