Gute Kunde für Wassertreter

Lämmerspieler Kneipp-Verein hat sich gegründet

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Noch wird provisorisch gekneippt: Für den Lämmerspieler Kneipp-Verein stehen nun Gespräche mit der Stadt an, um Grundsätzliches zur geplanten Anlage zu klären.

Mühlheim – Die Prämisse war klar: Ohne Trägerverein keine Kneippanlage in Lämmerspiel.

Mühlheim - Für die gab es zwar ein breiteres Interesse in der Bürgerschaft, das allein allerdings hätte nicht gereicht, um die bereitgestellten Fördergelder des Bundes in Höhe von 25 000 Euro zu bekommen. Ohne eine Neugründung wäre das Geld auf Beschluss der Parlamentarier anderweitig verwendet worden. So oder so, es hätte bis 2020 ausgegeben werden müssen. Anfang April noch fürchtete etwa der Grünen-Fraktionssprecher Volker Westphal, dass „ein Herzenswunsch der Mühlheimer“ den Bach hinuntergehen könne (wir berichteten).

Ganz neu ist die Idee einer Kneippanlage in Mühlheims Süden nicht. Die Lämmerspieler Physiotherapeutin Sigrid Tinat und Dr. Beate Knaur warben bereits 2016 für das Vorhaben und konnten seinerzeit rund 500 Unterschriften von Unterstützern sammeln. Einladungen zu zwei Infoabenden der Projekt-Initiatoren fanden ebenfalls Zuspruch. Nun könnte es nicht mehr lange dauern, bis es tatsächlich eine Wassertretanlage gibt. Denn es wurden zehn Aktive gefunden, die bereit waren, den notwendigen Verein zu gründen. In den vorläufigen Vorstand des Lämmerspieler Kneipp-Vereins wurden neben Tinat und Knaur auch Petra Schneider und Gudrun Monat gewählt. Letztere nicht in ihrer Funktion als Erste Stadträtin selbstredend. Tinat freut sich: „Es ist toll, dass unsere Idee so viel Rückenwind genießt und ich hoffe, dass wir nun so richtig loslegen können.“ Knaur leitete gleich ein provisorisches Kneippen für die Gründungsmitglieder im Garten der Physiotherapiepraxis an, „was allen Beteiligten sichtlich Spaß bereitete“, wie der Verein mitteilt. Schneider möchte bei dem Vorhaben mit ihrer Erfahrung im bürgerschaftlichem Engagement helfen. Monat ergänzt: „Ich bringe Know-how für die Vereinsgründung mit, sodass wir als Team gut aufgestellt sind und die anstehenden Herausforderungen sicherlich gut meistern können.“

Für den Vorstand des jungen Vereins stehen nun neben der Erledigung der Gründungsformalitäten Verhandlungen mit der Stadt an, um alle noch offenen Fragen zu Errichtung und Betrieb der Kneipp-Anlage zu klären. Gebaut werden soll sie im Park hinter dem Feuerwehrhaus. Die Macher hoffen, dass sich Details mit der Stadt noch vor den Sommerferien klären lassen. „Viele Dinge sind noch nicht klar“, sagt Monat. Dass das öffentliche Kneippen Anklang finde, zeige sich etwa auf der Anlage in Steinheim. „Da sind immer viele Leute und es ist etwas los.“

VON CHRISTIAN WACHTER

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