Bürgerinitiative spricht über den Status quo

So steht es um die Fähre in Mühlheim

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Weiterhin Stillstand: Noch liegt die Fähre am Maintaler Ufer an.

Die Bürgerinitiative (BI) Fähre hat sich erneut zusammengesetzt, diesmal im Restaurant Riverside mit direktem Blick auf das Maintaler Ufer und das ruhende blaue Schiff.

Mühlheim – Die Runde sprach über Details des Vergabeverfahrens des Kreises Offenbach und über weitere Schritte. Nach anfänglich Diskussionen zwischen Maintalern und Mühlenstädtern waren sich die Teilnehmer einig: Es sei ein Versagen der Politik auf ganzer Linie. Einen Pächter, der bereit sei, sofort loszulegen, gibt es laut Waltraut Kaiser, eine Sprecherin der BI, seit rund sieben Monaten. Petra Schneider, eine weitere BI-Sprecherin, verwies auf die Hürden, die noch zu beseitigen seien. Die kommenden Stadtverordnetenversammlungen der Städte Mühlheim und Maintal seien richtungsweisend. Grundsätzlich gehe es um das fehlende Konzept der Bezuschussungen für den laufenden Fährenbetrieb. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Mühlheim nehme öffentlich keine Stellung, auch der Kreis Offenbach hülle sich in Schweigen, so der Tenor. Aber inzwischen gebe es Zahlen, eine Bezuschussungsvorlage, die den Städten vorliege, heißt es in der Runde.

Der Vertrag komme nur zustande, wenn Mühlheim und Maintal sich jeweils zu 50 Prozent an dem Betrag in Höhe von 6442 Euro pro Monat beteiligen. Den Betrag habe der einzige Bieter in einer Kostenanalyse kalkuliert. Sollten nun beide Uferseiten politisch entscheiden, dass diese Kosten übernommen werden, so bleibt der Kreis Offenbach als Träger bestehen und die Fähre könnte wieder fahren. Die Kosten seien laut BI überschaubar und eine Fähre werde nunmal gebraucht.

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Dass der Vertrag mit dem Provider der Internetseite der BI bald ausläuft, zeigt: Keiner der Fährenbefürworter hätte gedacht, dass sich das Thema so in die Länge zieht.

Wie geht es weiter? Vertreter der Mühlheimer Grünen kündigen an, einen erneuten Antrag zur Fähre in die Stadtverordnetenversammlung am 4. April einzubringen. Sollten die Maintaler Stadtverordneten ihrerseits beim Thema Fähre den Daumen senken, hat die BI noch Pläne in der Schublade. Von einem Autokorso bis hin zu einer Demonstration gebe es da viele Möglichkeiten. Doch alle Beteiligten hoffen auf ein positives Ende. Eines, an dem eine große Comeback-Party doch noch stattfinden kann und das Brummen der blauen Fähre wieder erklingt.

Von Jan-Niklas Eickhoff

Lesen Sie dazu auch: Main-Kinzig-Kreis gibt Signal für Betrieb der Mainfähre - Außerdem: Kritik von BI-Sprecherin an Maintaler Politik

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