Unter der Führung von Best aus Mühlheim

Autohäuser schmieden Allianz

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Das Autohaus Best aus Mühlheim steht an der Spitze eines fusionierten Unternehmens. Die Firmen behalten aber weitgehend ihre Selbstständigkeit.

Im Rhein-Main-Gebiet schließen sich sieben bisher unabhängige Autohäuser und Handelsgruppen zu einem Großunternehmen zusammen. Die Händler verschmelzen ihre Aktivitäten unter der Führung der Best-Autofamilie mit Sitz in Mühlheim.

Mühlheim – Das bestätigte der Geschäftsführer vom Autohaus Best, Marcus Müller, gestern dieser Zeitung. Ziel sei es, dass sich die Firmen besser den Herausforderungen der Zukunft stellen können. Die fusionierten Unternehmen hätten eine bedeutende Stellung im östlichen Rhein-Main-Gebiet. Es handele sich um einen freiwilligen Schluss.

Müller verwies auf die E-Mobilität, die Digitalisierung und den Konzentrationsdruck in der Branche. Die Gruppe sei nun deutlich breiter aufgestellt. Zudem würden die Fahrzeuge durch die Elektromobilität viel verschleißarmer. In den zusammengeschlossenen Unternehmen könnten aber die Synergien besser genutzt werden, erklärte Müller. Darüber hinaus gebe es wegen der Digitalisierung in der Branche den Trend, Autos im Internet zu kaufen. „Darauf gilt es sich vorzubereiten, damit wir in der ersten Linie mitspielen können“, berichtete Müller. Zum Autohaus Best gehören der Hauptsitz in Mühlheim, Skoda Offenbach, das Audi Zentrum Hanau sowie Häuser in Gelnhausen und Büdingen.

Die Kfz-Unternehmen Erlenhoff, Fink, Grampp, Günther, Käsmann, Schmitt und Wolfert bündeln die Kräfte in der neuen Best-Grupp. Man verstehe den Zusammenschluss als „Aufbruch zu einer neuen Händlerkultur“, sagte Müller, der zusammen mit Jürgen Ruchti vom Audi Zentrum Hanau und Peter Grampp vom Autohaus Grampp die Verantwortung trägt, der Zeitung Autohaus. Mit der Fusion bekomme das Motto „think global, act local“ ein neues Gesicht. Den Angaben zufolge fungiert die Best-Gruppe künftig als zentraler Ansprechpartner gegenüber den Herstellern. Gemeinsam stehe man nun für einen Gesamtumsatz von etwa 400 Millionen Euro und rund 1 200 Mitarbeitern, hieß es. Von dieser Marktkraft sollen die Autohäuser profitieren, gleichzeitig behalten sie ihre unternehmerische Familienidentität. Müller berichtete: „Die Autohäuser bewahren für ihre Kunden ihr bekanntes und vertrautes Profil, werden jedoch deutlich marktfähiger und anziehender.“

Angaben zum erwarteten Absatz machte die Best-Gruppe nicht. Er dürfte sich aber bei gut 15 000 Neu- und Gebrauchtwagen bewegen, wie der Kfz-Betrieb online berichtete. Aber: Allein das Autohaus Grampp hatte im Jahr 2017 bei einem Umsatz von 87 Millionen Euro knapp 3 900 Fahrzeuge vermarktet.

Die Autohäuser hinter der neuen Gruppe arbeiten bereits seit Jahren in der 2003 gegründeten Händlerkooperation APM zusammen. Hinter ihr stehen etwas 30 Mitgliedsunternehmen mit rund 80 Betriebsstandorten und etwa 3 500 Beschäftigten. Die Händler verkaufen vor allem Fahrzeuge der Volkswagen-Konzern-Marken.

VON MARC KUHN

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