Platz für weitere 50 Ü3-Kinder

Mühlheim: Stadt erweitert Kita Bornweg um einen Anbau

Stippvisite am Bornweg: Erster Stadtrat Dr. Alexander Krey und Bürgermeister Daniel Tybussek besuchen die städtische Kita.
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Stippvisite am Bornweg: Erster Stadtrat Dr. Alexander Krey und Bürgermeister Daniel Tybussek besuchen die städtische Kita.

Es braucht mehr Kita-Plätze in Mühlheim. In diesem Zusammenhang stellt die Stadt ein weiteres Projekt vor.

Mühlheim – Neben dem Neubau an der Wilhelm-Busch-Straße, in dem 124 neue Plätze geschaffen werden, steht ab voraussichtlich Mai die Erweiterung des Bestandsgebäudes der Kita Bornweg in Dietesheim an, teilt die Stadt mit. Zu den derzeit zur Verfügung stehenden 36 U3- und 75 Ü3-Betreuungsplätzen kommen zwei weitere Ü3-Gruppen mit je 25 Kindern dazu. Diese können voraussichtlich bis zu Beginn des Kita-Jahres 2022/23 einziehen.

Die Kita Bornweg verfüge zwar über ein mehr als ausreichend großes Grundstück, da der Deichschutzstreifen in unmittelbarer Mainnähe von einer Bebauung freigehalten werden müsse, sei das Erweiterungspotenzial nach Angaben der Stadt dennoch „sehr stark begrenzt“. Daher sei die Möglichkeit geprüft worden, ein Teil des benachbarten öffentlichen Spielplatzes, der bereits derzeit schon von der Einrichtung mitgenutzt wird, grundsätzlich für eine Erweiterung der Bebauung zur Verfügung zu stellen. Eine Machbarkeitsuntersuchung führte zu dem Ergebnis, dass die Erweiterbarkeit durch einen Anbau mit einer teilweisen Inanspruchnahme des Spielplatzes möglich ist. Das bestehende Bestandsgebäude könne in seiner bisherigen Form vollständig erhalten bleiben, auch der Betrieb der Kita könne unterbrechungsfrei weiterlaufen, da die Arbeiten für den Durchbruch zur Bestandskita in die Schließzeit während der diesjährigen Sommerferien fallen sollen. Der Spielplatz soll ebenfalls neu gestaltet werden und weiter für die Öffentlichkeit zugänglich und nutzbar sein.

Erster Stadtrat und Sozialdezernent Dr. Alexander Krey betont: „Mit zwei weiteren Gruppen für insgesamt 50 über dreijährige Kinder wird ein weiterer Baustein in der Kinderbetreuung in Mühlheim erfolgreich hinzugefügt werden, um die wichtige Vereinbarkeit von Beruf und Familie für unsere Bürger sicherzustellen.“ Bürgermeister Daniel Tybussek freut sich, „dass es uns im Verlauf der Planung gelungen ist, den Interessen sowohl der Eltern zukünftiger Kindergartenkinder durch die Schaffung neuer Plätze gerecht zu werden, aber auch das Bedürfnis der Kinder, die den hinter dem Maindamm gelegenen Spielplatz gerne in ihrer Freizeit nutzen, vollumfänglich zu berücksichtigen“. Zwar werde ein Teil des bisherigen Spielplatzes künftig Teil des Neubaus sein, trotzdem werde „das Angebot an Spielgeräten hinsichtlich Qualität und Quantität mindestens erhalten bleiben“.

Kita-Erweiterung in Mülheim: Kosten von 1,96 Millionen Euro

Der Anbau in Holzbauweise mit begrüntem Pultdach biete Platz für zwei Gruppenräume mit je einem Nebenraum und zugehörigen Sanitäranlagen sowie einen neuen Personalraum für das künftig größere Team. Neben der Errichtung des Anbaus werden im Zuge der Bauarbeiten im Bestandsgebäude auch Küche und Heizung erneuert. Bau- und Planungskosten für den Anbau, die Sanierungsmaßnahmen im Bestandsgebäude sowie die Neuordnung des Spielplatzes schlagen mit insgesamt 1,96 Millionen Euro zu Buche. Man habe bereits einen Antrag zur Förderung der Investitionen aus den Bundes- und Landesprogrammen zur Kinderbetreuungsfinanzierung eingereicht, ein Bewilligungsbescheid liege noch nicht vor, heißt es vonseiten der Stadt. Im Falle eines positiven Bescheides werde mit Fördermitteln in Höhe von 500.000 Euro gerechnet – mit einer kurzfristig erteilten Baugenehmigung dürfe ebenso gerechnet werden. Erste Arbeiten starten voraussichtlich noch diesen Monat. Zunächst stehen unter anderem zur Verkehrssicherung Fäll- und Rodungsarbeiten an.

Neben dem Raum braucht’s aber auch Betreuer in den Kitas, die sich um die Kinder kümmern. „Trotz einiger offener Erzieherstellen in städtischen Kitas gehen keine Plätze für Kinder verloren“, sagt Krey. Zudem bereite man aktuell einen Vertrag für spanische Erzieherinnen vor, die die Stadt über eine Spezialfirma ausleihen und später übernehmen könne, um so dem Personalmangel Herr zu werden. (ron)

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