Neujahrskonzert im Jubiläumsjahr

Klassiker und Hits aus dem Kino: Viele Besucher beim Blasorchester der Sport-Union

Traditionell mit Radetzkymarsch: Das Konzert des Blasorchesters der Sport-Union lockte einmal mehr viele Besucher in den Saal an der Friedensstraße. 
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Traditionell mit Radetzkymarsch: Das Konzert des Blasorchesters der Sport-Union lockte einmal mehr viele Besucher in den Saal an der Friedensstraße. 

Neujahrskonzert in Mühlheim: Sie marschieren stets im Takt des Radetzkymarsches ins neue Jahr, und das hielten das Blasorchester der Sport-Union auch zum Auftakt des Vereinsjubiläums so.

Mühlheim – Als Zugabe des Neujahrskonzerts schmetterte das Große Blasorchester der Sport-Union (SUM), die im monatlichen Rhythmus ihren 75.Geburtstag feiert, auch diesmal das fetzige Werk von Johann Strauss Vater.

Der Termin am Nachmittag des Neujahrstags steht bei vielen Mühlheimern im Kalender. So war auch diesmal der Saal an der Friedensstraße überaus gut besucht. Und nicht nur im Jubiläumsjahr wird das Publikum mit einem Glas Sekt oder Orangensaft, Salzgebäck und Schokolade ganz familiär willkommen geheißen. Beim Ausgang gab’s noch einen Kalender mit Vorstellungen der SUM-Geschichte und -Abteilungen.

Bei so vielen Wohltaten darf man schon mal eine Sau an den Eingang stellen. Für die spendenfreudigen Besucher erwies sich der Einwurf des Sparschweins der Musiker jedoch als zu schmal, die Gastgeber öffneten darum zwei dickbauchige Instrumentenkästen, die ganz locker auch breite Geldscheine fassen. Die Instrumentalisten wollen vom Erlös Notenmaterial kaufen, was ja wieder den Gebern zunutze gereicht, argumentierte Thilo Schäfer.

Der Sprecher des gewaltigen, 58-köpfigen Ensembles führte wieder heiter-launig und informativ durchs Programm. Das gibt einen guten Einblick in das breit gefächerte Repertoire der Bläser, das mit aktuellen Hits aus Kino und Musical, aber auch mit aufwendigen und anspruchsvollen Klassikern glänzt. „Allerhöchste Konzentration“ sowie „Ausgeglichenheit und Ruhe“ im Spiel erfordere nach Schäfers Worten „A Little Opening“, das Eröffnungsstück, das einen häufigen Wechsel der Stimmungen kennzeichne.

Es folgte ein Marsch aus der Oper Carmen, arrangiert von Walter Kalischnig, das „Künstlerleben“. Der Moderator platzierte den Faschings-Walzer von Johann Strauss Sohn ins historische Umfeld seiner Zeit, als das Werk zur Aufmunterung von Armee und Bevölkerung nach einer Niederlage 1866 dienen sollte. Danach widmete sich das Orchester mit einem Medley Ludwig van Beethoven, dem Klimawandel in Form „schmelzender Riesen“, einem „Klagelied des jungen Komponisten Armin Kofler mit „Hoffnung auf eine bessere Zukunft“. Der musikalische Reigen endete mit der Musik aus dem Zeichentrickfilm über den Straßendieb „Aladdin“.  

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