Neubauten für die Markwald- und die Rote-Warte-Schule

Mühlheim: Kreistag gibt grünes Licht für zwei Bauprojekte

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Fertigstellung für 2023 vorgesehen: Die Skizze zeigt links den geplanten Neubau der Markwaldschule mit Blick auf die Rodau und rechts das bereits fertiggestellte Betreuungsgebäude, das an die Forsthausstraße angrenzt. 

Die Ersatzneubauten von Markwald- und Rote-Warte-Schule sind nun beschlossene Sache. Zu beiden Vorhaben hat der Kreistag des Kreises Offenbach grünes Licht gegeben. 

Möglich machen die Runderneuerung der beiden Grundschulen Finanzmittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP II).

Die Vorentwurfsplanung des Darmstädter Architektur- und Stadtplanungsbüros Prosa für den Ersatzneubau und die Erweiterung der Markwaldschule ist ganz im Sinne der Kreistagsabgeordneten. Diese haben einstimmig für ein zweigeschossiges, hochgedämmtes Schulgebäude aus Stahlbeton und Holzrahmen-Leichtbau votiert. Dafür sollen geschätzt 7,9 Millionen Euro aus dem KIP-II-Programm des Landes und 4,1 Millionen Euro aus Kreismitteln aufgewendet werden.

Mühlheim: Der Neubau der Markwaldschule

Das Bestandsgebäude der Grundschule ist technisch und räumlich in einem unzureichenden Zustand (wir berichteten). Entsprechend sollen Ersatzflächen geschaffen werden, die einen langfristigen Schulbetrieb ermöglichen. Diese sollen in unmittelbarer Nähe auf dem Schulgrundstück entstehen und aus der aktuell zweizügigen langfristig nach Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2023 eine dreizügige Lehranstalt mit einer Gesamtkapazität von bis zu 300 Schülern machen. Die Stadt Mühlheim hatte zur Neuordnung des Gebietes die Aufstellung des Bebauungsplans Nummer 87 und eine Ausnahme von der Veränderungssperre für einen Neubau der Markwaldschule beschlossen.

Das neue Gebäude wird auf dem derzeitigen Bolzplatz versetzt gegenüber des Betreuungsgebäudes positioniert. Dabei soll die viel diskutierte offene transparente Fassade im Erdgeschoss entstehen. Ebenso hat die freie Sicht aus der Mensa des Betreuungsgebäudes auf die Rodau-Auen Berücksichtigung gefunden.

Der Vorentwurf beinhaltet für beide Bauabschnitte eine Nettoraumfläche von rund 2300 Quadratmetern (etwa 1700 Quadratmeter im ersten und 587 Quadratmeter mi zweiten Bauabschnitt.

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Mit Abschluss des ersten Bauabschnitts soll eine voll funktionsfähige Schule mit Klassen- und Gruppenräumen, Flächen für die Verwaltung, Musikraum, Aula und Bibliothek sowie die notwendigen, Lager-, Verkehrs- und Technikflächen stehen.

Im zweiten Bauabschnitt werden zusätzlich benötigte Klassen- und Gruppenräume sowie Räume für Schulsozialarbeit und Elterngespräche entstehen. Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes erfolgt der Umzug vom Bestandsgebäude in den Neubau. Anschließend wird das Bestandsgebäude zurückgebaut, heißt es im Vorentwurfsplan.

Mühlheim: Der Neubau der Rote-Warte-Schule

Auch für den Ersatzneubau der Rote-Warte-Schule fiel ein einstimmiger Beschluss. Rund 10,9 Millionen Euro kostet das Unterfangen insgesamt, 8,7 Millionen Euro fließen aus KIP-II-Fördermitteln und 2,25 Millionen Euro übernimmt der Kreis Offenbach. Das Bestandsgebäude, aus dem die 139 Rote-Warte-Schüler bereits zu Beginn des neuen Schuljahres ausgezogen sind, wird den aktuellen pädagogischen Anforderungen nicht mehr gerecht und weist zudem Risse auf. Die nichtsanierungsfähigen Bauteile der Schule – Schul- und Verwaltungsgebäude, Pavillon und Sporthalle – werden abgerissen.

Derzeit sind die Schüler in einem umfunktionierten Bürogebäude von MAN-Roland an der Borsigstraße einquartiert. Der Kreis Offenbach rechnet im Jahr 2022 mit einer Rückkehr der Grundschüler an die Birkenwaldstraße.

VON RONNY PAUL

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