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MKV lässt sich nicht unterkriegen: Karnevalsverein bezieht neues Vereinsheim und plant die Kampagne

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Endlich zurück beim Training: Die „Rasselbande“ des MKV probt jetzt in den neuen Räume.
Endlich zurück beim Training: Die „Rasselbande“ des MKV probt jetzt in den neuen Räume. © Prochnow

Noch unvollendet ist der Ausbau der Lüftungsanlage im Gebäude Siemenstraße 5, Raum 1, oben links. 6000 bis 7000 Euro fehlen dem Mühlheimer Karnevalvereins (MKV) noch, um die dicken Rohre anschließen zu können. Doch wegen der Pandemie fehlen die Einnahmen aus Veranstaltungen. „Dabei wäre der Luftaustausch gerade jetzt in der Pandemie wertvoll“, kommentiert Andreas Sattler, Vorsitzender des MKV.

Mühlheim –Im Juni des vergangenen Jahres ist der Verein von der Dieselstraße gerade um die Ecke gezogen. „Das war eine große Herausforderung“, resümiert er. Beim Ausbau der Leichtbauhalle auf dem Gelände der Wohnbau mussten die Ehrenamtlichen stets die Corona-Regeln beachten. „Aber wir waren zur laufenden Kampagne betriebsbereit“, dokumentiert Sattler das Engagement der Helfer.

„Allein in den Boden haben wir 2500 Schrauben gedreht“, deutet er den Umfang der Arbeiten an. Jetzt stampft die „Rasselbande“ von Sabrina Fonzetti, Melanie Sacharov und Jasmin Wenzel über die zwei Lagen Spanplatten. „Wir haben das Material auf den bestehenden Boden montiert, um die unterschiedliche Höhe auszugleichen und eine bessere Dämmung zu erzielen“, erläutert der MKV-Chef.

280 Quadratmeter Nutzfläche steht den Karnevalisten jetzt zur Verfügung. Die „Firedrums“ haben einen eigenen Raum, um ihre Instrumente aufzubewahren, zudem verfügt die Anlage über ein Stuhl-Tisch-Lager, ein eigenes Sitzungszimmer und natürlich sanitäre Anlagen. Der Pavillon diente zuvor als Unterkunft für Geflüchtete an der Dieselstraße 92, die Hausnummer prangt noch auf der Fassade.

Das Außengelände bietet zudem ausreichend Platz zum Freiluft-Tanztraining oder Grillen. „In der Corona-Zeit war der Hof Gold wert“, erläutert Sattler. Neben den Firedrums und der „Rasselbande“ zählen auch die Tanz-Formationen Dancing Starz, Flying Starz, das Männerballett und die Schellengarde zum Verein.

Der zählt zurzeit etwa 220 Mitglieder, etwa die Hälfte ist aktiv. Sattler dankt Mitgliedern, Privatleuten und Firmen, insgesamt 112 Sponsoren, deren Namen auf einer Tafel am Eingang prangen. Sie haben das Projekt durch ihrer Hände Arbeit und mit dem Portemonnaie gefördert, heißt es. Ein gutes Dutzend war „immer da“, weitere zwölf Helfer haben die Hauptlast getragen, beim Umzug waren es noch mehr.

Der Verein hat kürzlich einen Fragenkatalog an Politik und Verwaltung geschickt. „Es ist nicht vorstellbar, dass jemand von uns beim Zug Abstandsregeln oder Maskenpflicht kontrolliert“, unterstreicht der Vorsitzende. Bürgermeister Daniel Tybussek bat den Landrat, in der Staatskanzlei in Wiesbaden zu klären, welche Bedingungen für die Fastnacht gelten.

Können die Züge laufen, präsentiert der MKV am 9. Januar auch einen neuen Zugmarschall oder Marschallin. Bei Einschränkungen steigt lediglich die Zugparty, erläutert Sattler.

Am 15. Januar richtet die Gemeinschaft einen Tollitäten-Empfang aus und am 29., erstmals einen Kindermaskenball. „Wir haben eine starke Jugendarbeit“, betont Sattler. Im Programm folgen an 11. und 18. Februar Damen- und Herrensitzung, der Maskenball am 26. Februar und der Rosenmontagszug als Höhepunkt. Das Männerballett-Turnier, der Possmann-Cup, steigt am 19. März. Alle Veranstaltungen mit Ausnahem des Cups in der Willy-Brandt-Halle finden im neuen Vereinsheim statt. Es gilt die 2G-Regel, nicht aber beim Kindermaskenball. (Von Michael Prochnow)

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