Forderung nach möglichen Zuschüsse

Neuer Ruf nach Fähren-Geld

Mühlheim - Die Stadt soll einem künftigen Betreiber der Mühlheimer Fähre Rat zu Fahrzeiten und Preisen geben. Und ihm anfangs bei Bedarf auch mit Geld unter die Arme greifen. Das fordern die Grünen im Stadtparlament. Von Marcus Reinsch 

Für Trommelwirbel ist es noch ein bisschen früh. Aber in Erwartung des vom Kreis Offenbach für Ende dieses Monats angepeilten Schlusses des Markterkundungsverfahrens für die Wiederbelebung der seit mehr als einem Jahr stillgelegten Mühlheimer Fähre wird das Ringen um die Verbindung nun wieder spannender.
Für Mühlheims Stadtverordnetenversammlung – wie der entscheidende Kreistag über Monate Schauplatz eines parteipolitischen Stellungskriegs zwischen Koalition und Opposition – gilt das in kleinerem Maßstab ebenfalls. In der nächsten Sitzung (3. Mai, 18 Uhr, Rathaus, Friedensstraße 20) suchen die Grünen eine Mehrheit für ihren Antrag, einem künftigen Betreiber als „am Fährbetrieb interessierte Standortgemeinde“ mit Rat und vielleicht Geld zu helfen. Das sei auch im Interesse der überwiegend aus Mühlheim stammenden Nutzer.

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Konkret fände Grünen-Fraktionssprecher Jan Winkelmann die „Erarbeitung eines Vorschlages zu den Betriebszeiten und der Tarife“ als Unterstützung eines Fährbetreibers sinnvoll. Plus die städtische Zusage, dass sie finanziell aushilft, falls es in der Startphase an Fahrgästen hapert.

Diese zeitliche Begrenzung ist ein wesentlicher Unterschied zu bisherigen Forderungen aus den Oppositionsreihen, die Stadt solle dem Kreis als Eigentümer der Fähre Geld anbieten, um die Chancen auf ein Revival des Fährbetriebs nach Dörnigheim zu steigern. Diese Ansinnen hatten SPD und CDU allesamt mit dem Hinweis abgelehnt, dass bei der Fähre alleine der Kreis die Last zu schultern und die Stadt kein Geld zu verschenken habe.

Nichts geht mehr: Mainfähre außer Betrieb

Dass es in der jetzigen Light-Version anders wird, gilt nicht als wahrscheinlich. Gesprächsbereitschaft über ein städtisches Engagement hatte Bürgermeister Daniel Tybussek (SPD) erst für den Zeitpunkt signalisiert, wenn der Kreis Betreiber und Betreiberkonzept präsentiert.

Im Grunde wiederholen sich die Anträge und Ergebnisse in den Gremien sowieso. Vor zwei Tagen beispielsweise schmetterte die Große Koalition im Kreistag den Vorstoß der dortigen Freien Wähler und der Grünen ab, 30.000 Euro für die technische Fähren-Fitness locker zu machen und mit Mühlheim, Maintal und dem Main-Kinzig-Kreis über eine gemeinsame Finanzierung der Verbindung zu verhandeln.

Rubriklistenbild: © Yvonne Fitzenberger

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