Maximal 30 Personen gleichzeitig im Wasser

Planschen mit Termin: Freibad Lämmerspiel öffnet am Samstag

Die Schwimmleine kann ins Wasser: Bürgermeister Daniel Tybussek, Stadtwerke-Chef Wolfgang Kressel und Schwimmmeister Roland Peterson (von rechts) fiebern der Freibad-Eröffnung am Samstag entgegen.
+
Die Schwimmleine kann ins Wasser: Bürgermeister Daniel Tybussek, Stadtwerke-Chef Wolfgang Kressel und Schwimmmeister Roland Peterson (von rechts) fiebern der Freibad-Eröffnung am Samstag entgegen.

Das Gras steht saftig grün und gleichmäßig. Auf den Stufen thronen Palmen, dicht an dicht, in schweren Terrakotta-Töpfen und verbreiten Urlaubsstimmung. Die Wasseroberfläche liegt glatt und unberührt und spiegelt das Aufsichtshäuschen – noch. Am Samstag wird sich das ändern, wenn die ersten Badegäste ins Becken steigen und gemächlich bis hastig ihre Bahnen ziehen. Das Freibad Lämmerspiel öffnet wieder, einmal mehr unter Corona-Bedingungen.

Mühlheim – Das heißt, es gibt wieder feste Zeitfenster in denen die Wasserratten ein Ticket reservieren können – und zwar ab morgen und höchstens drei Tage im Voraus übers Internet. Am Schalter vor Ort gibt es die Eintrittskarten, die einheitlich pro Nase drei Euro kosten, gegen Vorlage der Reservierungsbestätigung auf Papier oder auf dem Telefon. Zwischen 9 und 12 Uhr sowie von 17 bis 20 Uhr können bis zu 90 Personen baden gehen, im Vier-Stunden-Slot von 12.30 bis 16.30 Uhr sind 120 zugelassen.

Jeder darf sich in der Regel 50 Minuten im Wasser aufhalten, sodass höchstens 30 Leute pro Zeiteinheit im Becken sind. Wenn es nicht so voll ist, können sie auch länger bleiben, zeigt sich Schwimmmeister Roland Peterson flexibel. „Durch Corona sind viele zum Schwimmen gekommen“, haben er und seine Kollegen in der ersten Pandemie-Saison beobachtet. Vor allem ältere Besucher nutzten die Gelegenheit gerne zum Plausch beim Planschen, bewegten sich gemütlich nebeneinander, was nicht immer corona-konform sei. „Hintereinander ist sicherer.“ Ansonsten dürften die Regeln aus dem Alltag bekannt sein: In überdachten und geschlossenen Räumen eine FFP-2- oder medizinische Maske tragen und natürlich immer Abstand halten. Ausgang ist das Tor auf der Westseite zum Brühlweg hin, damit Begegnungen mit Ankommenden vermieden werden. Eine Testpflicht für Badegäste gibt es hingegen nicht. Auch die Parkplätze vor der Einrichtung sind nicht wie im vergangenen Sommer gesperrt. „Das hat sich als nicht notwendig erwiesen“, erklärt Wolfgang Kressel, Geschäftsführer der Stadtwerke.

Bad wurde im vergangenen Jahr auf den neusten Stand gebracht

Er weist darauf hin, dass der beliebte Treffpunkt an Rodau und Brühlbach inklusive Kiosk (ab 10 Uhr) wegen der begrenzten Besucherzahl einmal mehr nur Bürgern der Mühlenstadt offensteht. Das Hallenbad sei zwar in Betrieb, jedoch nur für den Sportunterricht der Schulen sowie für Schwimm- und Aquakurse. Informationen über diese Angebote können telefonisch erfragt werden.

Infos und Tickets

Informationen gibt es telefonisch unter 06108 6005-60.

Technisch wurde das Bad im vergangenen Jahr auf den neuesten Stand gebracht. Eine Wärmepumpe hinter dem Raum der Mitarbeiter entzieht der Umgebungsluft Wärme und erzeugt drei Viertel des benötigten Stroms für das Heizen der beiden Becken, erläutert Kressel. Der Rest stammt aus einer Photovoltaikanlage auf den Dächern von Umkleidekabinen, Kiosk, Aufsicht und einem städtischen Wohnhaus. Die Vorrichtungen produzieren CO2-neutral rund 30 000 Kilowatt-Stunden pro Jahr.

Lob vom Bürgermeister für die Mitarbeiter

Neu ist auch eine Beckenabdeckung. Die Stadtwerke investierten 40 000 Euro in drei Rollen, die abends ausgefahren werden und die Wassertemperatur konstant auf etwa 24 Grad Celsius halten, informiert der Sprecher. Das Einspringen von der östlichen Längsseite ist durch die Installation nicht mehr möglich. „Enten und andere unerwünschte Nachtbader haben ebenfalls keine Chance mehr“, teilt Kressel lachend mit.

Bürgermeister Daniel Tybussek dankt ihm und dem gesamten Team: „Ohne die fachkundigen und sehr engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre die Öffnung überhaupt nicht möglich!“ Sollten die Inzidenz-Zahlen der Pandemie weiter sinken, hofft der Rathauschef auf Lockerung der strengen Regeln aus Wiesbaden und Dietzenbach. (Von Michael Prochnow)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare