Einen eigenen Miró gemalt

Projektwoche bringt Kindern Kunst näher

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Ihre eigenen „Miró“-Werke präsentierten Schülerinnen während der Ausstellung.

Mühlheim - Mit einer Projektwoche hat fast jede Schule schon einmal ihren Stundenplan bereichert. Das ganze Haus in ein Museum verwandelt – das hat allein die Goetheschule geschafft! Am Wochenende eröffneten die Klassen sowie die Schüler-Betreuung Goethe-Kids eine „Kinder-Dokumenta“.

Die 247 Mädchen und Jungen haben in acht Wochen in den Klassenverbänden vielfach namhafte Künstler kennen gelernt und nach deren Vorbild Gemälde, Skulpturen und Kunsthandwerk geschaffen. Dabei waren sie mit Pinsel und Wasserfarben kreativ, aber auch mit Werkstoffen wie Sand und Stein. So beschäftigte sich eine Gruppe mit den Biographien und Arbeiten des spanischen Malers Joan Miró, gestaltete selbst Bilder mit den geometrischen Figuren und kräftigen Farben. Kundig führten sie Besucher durch ihre Ausstellung, stellten die Exponate und Miró vor.

Andere Klassen beschäftigten sich mit dem russischen Künstler Wassily Kandinsky oder mit dem Franzosen Henri Rousseau, der wegen seiner Urwald-Gemälde gut zum Regenwald-Projekt der Schule passte. Jedes Werk wurde für zehn bis 15 Euro oder auch mehr verkauft – vorzugsweise an die Eltern der jungen Maler. Auch der Erlös aus dem Imbiss in der Mensa kommt der Aktion zum Schutz des Biotops in Südamerika zugute.

Die 4a hat dazu die Stockwerke des Regenwaldes dargestellt, Tiere mit Bleistift vor-, mit Wasserfarben, Ölkreiden, Filz- und Buntstiften ausgemalt. Die Kinder haben sich aber auch mit den Gründen für die Abholzung beschäftigt. So werde in Peru Palmfett produziert, das in vielen Schokoriegeln, Gummibären und Fertiggerichten verarbeitet wird. Also, „überlegt, was ihr kauft“, forderten die Viertklässler auf.

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Ein Teil des Erlöses fließt dem Förderverein der Goetheschule zu, auch viele kostspielige Materialien werden damit finanziert. „Kunst ist ein wichtiger Bestandteil jeder Kultur“, erklärt Schulleiterin Yvonne Botsch. „Sie umgibt uns überall, aber die Auseinandersetzung damit kommt im Alltag oft zu kurz“, begründet sie das Projekt. Die Grundschule möchte „den Kindern aktiv Spaß und Interesse an Kunst vermitteln“. 

M.

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