Die Mühlheimer Politik kann mit Resolution Bekenntnis abliefern

Freiheit und Toleranz

Mühlheim - Wie groß die Solidarität werden kann, wenn ein Grund- und Menschenrecht wie die Meinungsfreiheit angegriffen wird, sieht man gerade in ganz Deutschland.

Als Reaktion auf die jüngsten Ereignisse in Frankreich – die Anschläge auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ – gehen vielerorts Menschen auf die Straße, um für mehr Toleranz und gegen die Einschränkung der Freiheit zu protestieren.

Mühlheim demonstriert auch. Bisher zwar nicht bei einer Kundgebung, aber demnächst aller Voraussicht nach schriftlich. „Gleich welcher Religion, welcher ethnischen Gruppe oder kulturellen Identität – wir setzen uns füreinander ein“, sagt Bürgermeister Daniel Tybussek. Das soll eine Resolution für Freiheit und Toleranz verdeutlichen, die von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet werden kann.

Frankfurt ist Charlie: Mahnwache

Ein Tag nach dem Terroranschlag auf die französische Zeitschrift "Charlie Hebdo" in Paris, gedachten mehrere hundert Menschen der Opfer vor der Frankfurter Hauptwache.

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Die vom Hessischen Städte- und Gemeindebund entworfene Resolution sei ein weiterer Bestandteil einer Stadt, in der Toleranz und der respektvolle Umgang miteinander großgeschrieben werden. Mitgetragen seien diese elementaren Werte auch vom Mühlheimer Ausländerbeirat, der vor fast 40 Jahren gegründet wurde und in Hessen als einer der ersten kommunalen Ausländerbeirate Vorreiterfunktion hat.

„Bei uns sind Menschen deutscher oder ausländischer Herkunft gleichermaßen willkommen“, betont Tybussek. „Wichtig ist allerdings für das Zusammenleben die Achtung bestimmter Werte und die Befolgung wichtiger Regeln.“ Erst dadurch könnten Freiheit des Wortes und der Meinung ohne Gewalt und gesellschaftliche Vielfalt ohne gesellschaftliche Ausgrenzung funktionieren. „Die Resolution ruft uns in Erinnerung, welche Werte unsere demokratische Gesellschaft ausmachen und dass wir uns gemeinsam für die Erhaltung dieser Werte einsetzen müssen, ohne dabei mit Gewalt zu antworten oder zu diskriminieren.“

mcr

Rubriklistenbild: © dpa

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