Projekt in Mühlheim nimmt Konturen an

Stadtverordnete deckeln Finanzmittel für die Neugestaltung des Bürgerparks

Das Projekt Neugestaltung des Bürgerparks in Mühlheim nimmt weiter Konturen an. Das mit der Entwurfsplanung beauftragte Frankfurter Büro Götte Landschaftsarchitekten GmbH hat ein entsprechendes Papier vorgelegt. (Symbolbild)
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Das Projekt Neugestaltung des Bürgerparks in Mühlheim nimmt weiter Konturen an. Das mit der Entwurfsplanung beauftragte Frankfurter Büro Götte Landschaftsarchitekten GmbH hat ein entsprechendes Papier vorgelegt. (Symbolbild)

Das Projekt Neugestaltung des Bürgerparks nimmt weiter Konturen an. Das mit der Entwurfsplanung beauftragte Frankfurter Büro Götte Landschaftsarchitekten GmbH hat ein entsprechendes Papier vorgelegt, das die Stadtverordneten nun beschlossen haben. 

Mühlheim – Allerdings mit einer entscheidenden finanziellen Absicherung. Denn auf Antrag der großen Koalition dürfen die für das Projekt veranschlagten Gesamtkosten die 700 000-Euro-Marke nicht überschreiten. Dem stimmte in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung (SVV) auch die Fraktion der Bürger für Mühlheim (BfM) zu.

Die SVV und ihre Gremien haben sich in den vergangenen Jahren mehrmals mit dem Bürgerpark befasst (wir berichteten), auch hatte es eine Bürgerversammlung im September gegeben, bei der Landschaftsarchitekt Ralf Habermann von der Götte GmbH die in den Entwurf eingearbeiteten Bürgervorschläge von einem Informationsabend im Juni vorstellte. Das Ziel: einen Treffpunkt für alle Generationen schaffen.

„Eine Planung, die natürlich eine Stange Geld kostet“, sagte Bürgermeister Daniel Tybussek in der jüngsten SVV und verwies auf die in die Jahre gekommenen Spielgeräte sowie auf den Gegenfinanzierungsvorschlag, der letztendlich lautet: 314 000 Euro kommen aus den Entschädigungsleistungen des Regionalen Lastenausgleichs für die Jahre 2018 und 2019, 386 000 Euro sind bereits im diesjährigen Haushalt eingeplant. Ursprünglich hatte die Stadt mit rund 881 000 Euro Gesamtkosten kalkuliert: „Angesichts der finanziellen Lage der Stadt erscheint eine vollumfängliche Realisierung leider nicht geboten“, begründeten SPD und CDU ihre Kostendeckelung. Im Antrag der GroKo wird angeregt, dass beispielsweise das Wasserspiel, die kleinere Calisthenics-Anlage und Sitzmöglichkeiten rund um den Bolzplatz, die nun im Entwurf enthalten sind, wegfallen könnten, um die 700 000-Euro-Marke nicht zu überschreiten.

Bauchschmerzen dem zuzustimmen hatten hingegen die Grünen. Die Fraktion hält auch eine Investition von 700 000 Euro angesichts der Haushaltslage nicht für vertretbar, da dann Mittel für Bepflanzungen an anderen Stellen der Stadt fehlen würden.

Der Entwurf der Landschaftsarchitekten sieht eine Aufteilung des Bürgerparks in fünf Bereiche vor. „Gemeinsam aktiv“ nennt sich der Teil nördlich der Festwiese, wo der Basketballplatz durch niedrigere Körbe ergänzt werden soll. Auch der Skaterpark soll etwa überarbeitet werden. Zwischen Basketball- und Bouleplatz soll ein Unterstand für die Sportler entstehen.

Bereich zwei nennt sich „Spielen im Hügelland“. Der Spielplatz soll neu strukturiert und nach den Altersklassen U3 und Ü3 gruppiert werden. Im „Zentrum“ sieht das Landschaftsarchitekturbüro die Möglichkeit, ergänzend Calisthenics-Elemente aufzustellen, mit entsprechenden Ausruhgelegenheiten.

Im Bereich vier, „Kicken & Gucken“, soll ein Podest neben dem Bolzplatz Raum für Zuschauer geben und das veraltete Wasserspiel sowie die Bänke ersetzen.

„Natürlich erholen“ ist der Bereich fünf überschrieben, der im nördlichen Teil entstehen soll. Neue Sitzmöglichkeiten, ein neuer Anstrich für den Pavillon und Möglichkeiten für künstlerische Graffiti stehen im Entwurfsplan.

Mit der Neugestaltung des Bürgerparks soll im Laufe des kommenden Jahres begonnen werden.

VON RONNY PAUL

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