„Wir stehen in den Startlöchern“

Stadtwerke-Geschäftsführer berichtet über Bauarbeiten am Hallenbad und mögliche Öffnung

Tiefbauarbeiten gestartet: Aktuell wird am Hallenbad an der Ringstraße kräftig gebuddelt und gewerkelt.
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Tiefbauarbeiten gestartet: Aktuell wird am Hallenbad an der Ringstraße kräftig gebuddelt und gewerkelt.

Im Bürgerpark und am Hallenbad wird aktuell viel gehämmert, gebaggert und gebuddelt. Ein großer Kran zieht Blicke von Passanten auf sich. Während der Bürgerpark, wie berichtet, zum „Treffpunkt für alle Generationen“ umgebaut wird und unter anderem in die Jahre gekommene Spiel- und Sportgeräte durch neue ersetzt werden, bekommen Hallenbad und Park nun einen Kiosk beziehungsweise ein Café.

Mühlheim – Dieses soll vom Schwimmbad wie auch vom Park aus zugänglich sein und Sitzgelegenheiten drinnen wie draußen bieten, informiert Wolfgang Kressel, Geschäftsführer der badbetreibenden Stadtwerke GmbH. Für das Vorhaben Kiosk haben die Tiefbauarbeiten nun begonnen. Anschließend folgt der Rohbau. Was in dem Kiosk beziehungsweise Café alles angeboten werden soll, sei noch nicht sicher, man brüte noch über einem Konzept. „Wir holen gerade Angebote von Großküchen ein.“ In jedem Fall sollen etwa Kuchen, belegte Brötchen, Schokoriegel, Eis, kalte und warme Getränke angeboten werden. „Ob es warme Speisen geben wird, müssen wir noch überlegen“, sagt Kressel.

Das rund 300 000 Euro teure Vorhaben wird größtenteils aus Investitionsprogrammen von Land (KIPG) und Bund (KInvFG) finanziert, 60 000 Euro schießt die Stadt dazu. Zunächst waren auch Toiletten im derzeitigen Außenbereich geplant, die Besuchern des Schwimmbads und des Bürgerparks gleichermaßen zur Verfügung stehen sollten. Von dem Vorhaben habe man aber aufgrund der Kosten Abstand genommen, berichtet Kressel, da vandalismussichere Toiletten mehr als 100 000 Euro gekostet hätten. Besucher könnten aber die barrierefreien Toiletten im Hallenbad nutzen. „Wir streben an, in diesem Jahr fertig zu werden.“ Ob das klappe, sei aber aufgrund der Pandemie ungewiss.

110 000 Euro an Hallenbaderlösen blieben 2020 aus

Ebenso noch ungewiss ist, wann das Schwimmbad wieder für Publikumsverkehr geöffnet werden kann. Prinzipiell sei das Hallenbad betriebsbereit, sagt Kressel. Sollte die Corona-Lage es wieder zulassen, könne das Bad sofort geöffnet werden. „Wir stehen in den Startlöchern.“ Die Polizeihochschule etwa habe für Ausbildungszwecke Badezeit für die Osterferien gebucht. Auch das Freibad in Lämmerspiel werde man ganz normal für die Sommermonate herrichten, „auch da schauen wir, wann wir öffnen können“, sagt Kressel, der angesichts der Corona-Lage zunächst eher mit einer Öffnung des Freibades rechnet.

Die überwiegend geschlossenen Bäder gehen auch monetär nicht spurlos an der GmbH vorüber. Die Umsatzerlöse, die 2020 durch fehlende Eintrittsgelder ausgeblieben sind, beziffert Kressel mit rund 110 000 Euro beim Hallen- und etwa 40 000 Euro beim Freibad. „Vermutlich werden wir auch in diesem Jahr wieder ähnliche Verluste verzeichnen.“

Beschäftigungslos sind indes die vier Schwimmmeister und ein Auszubildender nicht. Vielmehr sind sie mit Instandhaltungsarbeiten vertraut. „Dort, wo sonst Fremdfirmen hinzugezogen werden, werden die Mitarbeiter eingesetzt“, sagt Kressel. Etwa Heizungen im Hallenbad austauschen oder Fliesen legen. Kressel ist von der vielseitigen Einsetzbarkeit der Kollegen begeistert und lobt deren Einsatz: „Es ist ganz erstaunlich, was sie für Fähigkeiten an den Tag legen.“ (Von Ronny Paul)

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