Den Vatertag begehen unter anderem Feuerwehr, Naturfreunde und Ruderer

So war der Vatertag in Mühlheim

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Offiziell übernehmen Angelo Köppler (Bild links, Fünfter von links) und Sarah Catanzaro (Siebte von links) das Lokal der Naturfreunde zum 1. Juli. Um pfiffigen Nachwuchs muss sich die Feuerwehr Mühlheim (rechtes Foto) nicht sorgen.

Am „Vadderdach“ addieren sich die Feste. Das Auto bleibt zu Hause, stattdessen geraten an manchen Ecken die Radfahrer in einen Stau. In Mühlheim feierten gestern unter anderem die Freiwillige Feuerwehr, die Naturfreunde und der Ruderverein.

Mühlheim – Stets in der Idylle am Wald feiert die Freiwillige Feuerwehr Mühlheim, weit hinten am Bieberer Weg, wo keine Autos fahren dürfen. So ziemlich die gesamte Wehr war gestern auf den Beinen. Morgens um 10 Uhr fehlte allerdings noch Andreas Neun. Der Fördervereinsvorsitzende stand schon um schon um sechs am Topf, um die Erbsensuppe in Schwung zu bekommen, assistiert von Jan Scheyda, dem Schriftführer im Verein. Danach ging es erst mal unter die Dusche.

Die Würstchen brutzeln Sohn Frank und Vater Heribert Hennig, der frühere Stadtbrandinspektor. Am Kuchenstand verkaufte das Ehepaar Ilse Müller und Otto Wagner, die eigentlich nichts mit der Feuerwehr zu tun haben. Aber Müller ist die Patentante des Stiefsohns von Michael Kawecki.

Der Mühlheimer Wehrführer erinnerte sich, wie er als 15-Jähriger zu den Brandschützern kam: „Rolf Horcher initiierte damals eine Werbeaktion.“ Davon hatte Michaels Mutter Liselotte Kawecki gehört. Die frühere Stadtverordnete legte dem Sohn nahe , „Bub, du gehst da mal hin“. Die Jugendfeuerwehr ist die stärkste im Kreis. Gruppensprecherin Melanie Laufenberger zählt 63 junge Mitglieder.

So manche Ruderer kommen mit dem Boot auf dem Main aus Fechenheim oder von der Gerbermühle zum Fest des Rudervereins in die Mühlenstadt.

Nicht weit weg liegt das Haus der Naturfreunde. Der neue Pächter Angelo Köppler und seine Freundin Sarah Catanzaro haben mit ihrer Mannschaft heute Vorpremiere. „Wir sind froh, dass wir die beiden gefunden haben“, betonte Frank Junker, der Schatzmeister der Naturfreunde. Man hoffe, mit den jungen Wirten auch jüngeres Publikum an das Haus am Ende der Straße „Am Maienschein“ zu binden.

Die Versorgung lief wie am Schnürchen. Wirklich los geht es für die beiden am 1. Juli mit der Übernahme von Biergarten und Gaststätte, in der es gutbürgerliche Küche geben wird, „alles stets frisch bereitet“. Die Qualität soll auch eine kleine Speisekarte sichern.

Der Mühlheimer Ruderverein von 1911 liegt für die Belange eines Vatertags strategisch ideal. Die meisten kamen aus beiden Richtungen mit dem Rad. „Unser Fahrradplatz ist überfüllt“, bemerkte Reinhild Friedrich, deren Tochter Nadira-Victoria Friedrich erst kürzlich von Offenbach zum Mülheimer Ruderverein gewechselt hatte. Nicht wenige Besucher erreichten das Fest mit dem Boot, von Fechenheim etwa oder dem Ruderdorf an der Gerbermühle.

Sportwart Peter Siegel betonte am Rande, die Zusammenarbeit mit Gavriil Gkirtzimanis, der im vergangenen Jahr im Vereinshaus das Restaurant „Riverside“ eröffnet hatte, „funktioniert sehr gut“. Man könnte vermuten, dass die Ruderer nicht unbedingt euphorisch auf die Nachricht reagierten, dass die Fähre wieder startet. Sicher sei der Autoverkehr nicht schön, meinte Siegel, doch einige junge Ruderer wohnten in Maintal: „Die können wieder ohne Hindernis zum Training kommen.“

Von Stefan Mangold

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