Die Mühle in den Mittelpunkt

Mühlheims Wahrzeichen soll attraktiver werden

Haben Pläne für Mühlheims Wahrzeichen: Till Böttcher (von links, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung), Simone Schalansky, Christian Felix Frost (beide GMF), Bürgermeister Daniel Tybussek, Frank Achenbach (IHK Offenbach) und Sylvia Lahr (Fachbereichsleiterin Umwelt und Freiraum).
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Haben Pläne für Mühlheims Wahrzeichen: Till Böttcher (von links, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung), Simone Schalansky, Christian Felix Frost (beide GMF), Bürgermeister Daniel Tybussek, Frank Achenbach (IHK Offenbach) und Sylvia Lahr (Fachbereichsleiterin Umwelt und Freiraum).

Bis zu 250 000 Euro stehen aus dem Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ zur Verfügung. Verwaltung, GMF und IHK stellen vor, welche Veränderungen das Gebiet rund um Mühlheims Wahrzeichen attraktiver machen sollen.

Mühlheim – Bis zu einer viertel Million Euro stehen der Stadt aus dem Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ zur Verfügung (wir berichteten). Nun haben Bürgermeister Daniel Tybussek sowie Vertreter der Gemeinschaft Mühlheimer Fachgeschäfte (GMF) sowie der IHK Offenbach darüber informiert, was mit der Geldspritze passieren soll. Im Mittelpunkt steht das Wahrzeichen der Stadt und dessen Anbindung an die Bahnhofstraße.

Die denkmalgerecht sanierte Brückenmühle, die im Kreis Offenbach die einzige ihrer Art mit noch funktionsfähiger Mühlentechnik ist, soll besser mit der Bahnhofstraße, also der Einkaufsmeile der Stadt, vernetzt werden. „Die Anbindung des Wahrzeichens an unsere Innenstadt mit einem Steg und den sich daraus ergebenden neuen Wegebeziehungen und vor allem Nutzungsmöglichkeiten ist ein sehr innovatives, nachhaltiges und zukunftsweisendes Projekt“, meint Bürgermeister Tybussek. Erfahrung mit ähnlichen Programmen hat man bereits, so ging Mühlheim unter anderem 2010 als Landessieger beim Programm „Ab in die Mitte“ der Landesregierung hervor.

Mühlheim: Mühle ist bisher nur über Umwege zu erreichen

Die Mühle liegt zwar nur wenige Meter von der Bahnhofstraße entfernt, ist aber nur über Umwege von dort aus zu erreichen. Durch die Umwidmung der ehemaligen Hoffläche der Mühle zum öffentlichen Weg sowie die Umgestaltung des angrenzenden Straßenzuges in einen Bereich des Shared Space, der als Lückenschluss dient, liegen beste Voraussetzungen vor, das Wahrzeichen mit dem Herzen der Stadt zu verbinden, heißt es aus dem Rathaus. Ein Steg zur Mühle soll die Verbindung herstellen. „Künftig könnte so ein beliebter kultureller Treffpunkt mit Ausstellungskonzeptionen für alle Generationen, Sonderausstellungen, Konzerten und Lesungen entstehen.“ Zudem würde der mögliche Steg eine direkte Anbindung der Brückenmühle an den Mühlenwanderweg und an den Hessischen Radfernweg R4 herstellen, „damit verbunden wären eine allgemein größere touristische Reichweite und eine Attraktivitätssteigerung des Wahrzeichens“.

Tybussek ist sich sicher: „Neben den Gewerbetreibenden und Beschäftigten profitieren alle Einkaufenden, Erholungssuchenden, Künstler und Kulturtreibende und Vereine.“ Neben der Anbindung der Brückenmühle und damit der sukzessiven Weiterentwicklung der Innenstadt sei eine Konzeption im Beteiligungsverfahren wünschenswert. Der Plan ist ein kontinuierlicher Beteiligungsprozess, begleitet von einem „interdisziplinär besetzten Zukunftsteam“ mit lokalen Akteuren sowie Experten für die „Innenstadt von morgen“. Die Einbindung aller Akteure werde dabei zur Voraussetzung. Gerade die Einbindung der Bürger sei für die erfolgreiche Projektgestaltung von „immenser Bedeutung“, betont Tybussek. „Gleichzeitig freuen wir uns, dass wir mit der GMF einen verlässlichen Partner an unserer Seite haben, der seit jeher und natürlich auch dieses Projekt mit eigenen Ideen bereichert und selbstverständlich künftig wieder bei der Umsetzung des nun beginnenden Projekts zur Innenstadtentwicklung beteiligt ist.“

Mühlheim: Bürger sollen mitwirken

Die Vertreter der GMF, Simone Schalansky und Christian Felix Frost sind d´accord: „Die Menschen in unserer Stadt finden bereits ein breites Spektrum sowohl im gastronomischen Bereich aber auch ein fast lückenloses und spezialisiertes Angebot von Fachgeschäften rund um die Bahnhofstraße vor.“ Gemeinsam mit der Verwaltung wolle man nun das Einkaufserlebnis mit den Bürgern weiter optimieren, etwa durch weitere Sitz- und Rückzugsmöglichkeiten, „die zum gemütlichen Verweilen einladen“. Die GMF erhoffe sich von der geplanten Bürgerbeteiligung auch detaillierte und im Rahmen der Budgets umsetzbare Verbesserungsvorschläge, die den Mitgliedern des Gewerbevereins auch weitere Erkenntnisse über die Bedürfnisse ihrer Kunden bringen.

Frank Achenbach von der IHK Offenbach freut sich, „dass die Verantwortlichen der Stadt eine spannende und gut durchdachte Bewerbung für das Förderprogramm ,Zukunft Innenstadt’ eingereicht haben.“ Die frühzeitige Einbindung des Gewerbevereins und die geplante Beteiligung der Bürger seien die richtigen Ansätze. Gute Ideen, ein tragfähiges Netzwerk der Akteure und die Fördermittel des Landes seien wichtige Grundlagen für die Gestaltung der Zukunft der Mühlheimer Innenstadt.

Vor Planungsbeginn sind laut Stadt Treffen mit dem Projektteam des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen vorgesehen, um Einzelheiten der Zuwendung detailliert abzustimmen. (ron)

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