69 neue Wohnungen

Mühlheim: Wohnbau-Pläne bis 2020

Mühlheim - Die Wohnbau plant 69 neue Wohnungen in den nächsten fünf Jahren. Zusätzliche Häuser bedeutet das nicht in allen Fällen. Von Marcus Reinsch

Die Wohnblocks im Hausener Weg zum Beispiel sollen mit ihrer für die Jahre 2018 und 2019 angepeilten Sanierung nicht nur besser gemacht, sondern um eine Etage aufgestockt werden. Wohnungen sind knapp. Sozial geförderte sowieso, aber selbst die auf dem einträglicheren freien Markt. Die Erkenntnis ist mindestens so alt wie die in Mühlheim in den letzten Monaten mehrfach zitierte Statistik, nach der allein im Rhein-Main-Gebiet rund 40.000 Wohnungen fehlen. Dass die Wohnbau GmbH 69 neue Wohnungen bauen will, hört sich da wie der berühmte Tropfen auf den heißen Stein an.

Und der ist es für sich alleine betrachtet auch. Bürgermeister Daniel Tybussek, Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, lenkt die Deutung deshalb gerne so: „Würde jede Kommune im Großraum Frankfurt die gleiche Anzahl schaffen, würden weit mehr als 10.000 neue Wohnungen entstehen und so zu einer deutlichen Verbesserung der Situation führen.“ Die Wohnbau leiste mit ihren Projekten also einen wichtigen Beitrag für „bezahlbaren und neuen Wohnraum“. Das Wort „bezahlbar“ ist dabei nicht zwangsläufig gleichzusetzen mit Sozialwohnungen, für die Menschen mit Wohnberechtigungsschein vom Amt längst Schlange stehen. Es sei bisher keine Entscheidung gefallen, ob die Objekte in der Seewiese, in der Elisabethenstraße und im Hausener Weg frei oder öffentlich gefördert werden, informierte gestern Ingo Kison als Wohnbau-Geschäftsführer.

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Überblick über die Pläne

Die Seewiese: Wo jetzt 60 Flüchtlinge in einem zum Abriss bestimmten Doppel-Wohnblock hausen, soll nach deren Umzug in die geplante Unterkunft am Schillerstraßen-Tegut der Wohnbau die „Entwurfsplanung von Neubauten auf diesem Grundstück beginnen“. Die Gesellschaft, sagte Kison, gehe derzeit davon aus, dass das im Herbst dieses Jahres soweit sein wird. Etwa 33 Wohnungen seien auf den 3000 Quadratmetern zu erwarten. Die Investition ist für 2017 vorgesehen.

Elisabethenstraße: Nachdem die Wohnbau mit ihrer Geschäftsstelle in den nächsten Monaten ins dann umgebaute alte Feuerwehrhaus umsiedelt, sollen die Elisabethenstraße 11-13 und 15-17 saniert werden. Hier entstehen sieben Wohnungen.

Hausener Weg: Die Grundstücke, sagte Kison, „bieten Möglichkeiten zur Verdichtung, die wir nutzen wollen“. Neubauten und die Aufstockung der Bestandsgebäude um eine Etage im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen könnten etwa 24 neue Wohnungen in den Jahren 2018 (Hausnummern 1-9) und 2019 (Hausnummern 11-19) bringen.

Dietesheimer Straße 68: Im alten Feuerwehrhaus entstehen gerade außer dem neuen Wohnbau-Sitz fünf barrierearme Wohnungen, die im ersten Halbjahr dieses Jahres bezugsfertig sind. Hier ist schon klar, dass es keine Sozialwohnungen werden.

Außerdem seien in den nächsten fünf Jahren noch weitere Sanierungsmaßnahmen geplant, die in vorhandenen Gebäuden Nebenkosten reduzieren. Vergangenes Jahr investierte die Wohnbau 9,8 Millionen Euro. Dieses Jahr sollen es 6,3 Millionen werden, 4,7 Millionen in 2017, 6,7 Millionen in 2018, 5,1 Millionen in 2019 und 4,7 Millionen in 2020. Da ist auch Geld dabei, das die Wohnbau in die Hand nimmt, um ihren Teil der Unterbringung von Flüchtlingen zu leisten.

Rubriklistenbild: © dpa

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