Inspiriert von nordischen Weiten

Nachwuchsautor Robin Band liebt Fantasy und Übernatürliches

Mit „Das Chaos der Dämonen“ hat der Mühlheimer Nachwuchsautor Robin Band seine Triologie abgeschlossen.
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Mit „Das Chaos der Dämonen“ hat der Mühlheimer Nachwuchsautor Robin Band seine Triologie abgeschlossen.

Robin Band ist 21 - jetzt hat er seinen vierten Roman in vier Jahren veröffentlicht. Das ist der Mühlheimer Nachwuchsautor.

Mühlheim – Robin Band ist 21, hat sein Abi am Friedrich-Ebert-Gymnasium gebaut und gerade eine Ausbildung zum Medienkaufmann Digital und Print erfolgreich abgeschlossen. Sein erster Lehrherr, ein Offenbacher Verlag, ging pleite, sein zweiter, MVB im Frankfurter Haus des Buches, konnte den jungen Mühlheimer coronabedingt nicht übernehmen. Das alles ficht Robin nicht an, er beherrscht schließlich „Das Chaos der Dämonen“, veröffentlichte jetzt unter diesem Titel seinen vierten Roman innerhalb von vier Jahren.

Dieser ist mit 328 Seiten das dickste Werk aus dem Tiefenorter Ring, der dritte und letzte Band der Dämonen-Trilogie. Die feinen Bleistift-Illustrationen hat – wie in den ersten Büchern – Schulkameradin Clara Schulze-Mönking im Manga-Stil gestaltet. „Die ersten Arbeiten hat sie noch per Hand angefertigt, jetzt zeichnet sie digital“, verrät Band. Den Umschlag des „Chaos’“ ziert ein verwischter, grüner Steinbogen einer Brücken-Ruine, die aufmerksamen Lesern vom zweiten Titel her bekannt ist, dazu die Haupt-Protagonisten Mike und Lucy.

Mike ist anfangs noch ein normaler Mensch, verbindet sich dann aber mit Drache und Dämonin Lucy. Sie verfügt über magische Kräfte, kann auch heilen und beschützen. Beide bewegen sich in der Welt der Menschen, vernehmen die Botschaft vom wieder auferstandenen Dämonenkönig, der weitere Dämonen erschaffen kann und die Menschen unterwerfen will. Lucy möchte den König endgültig besiegen, findet Unterstützung in Elucia und Shou, die früher bereits gegen ihn gekämpft haben.

Seit 2018 hat der junge Autor am Finale der dreiteiligen Fantasy-Reihe geschrieben, parallel die Sammlung „Gebrochene Welt“ fertiggestellt. „An einer Geschichte dieser Anthologie habe ich nie länger als zwei Tage gesessen, aber für die Endbearbeitung habe ich ein halbes Jahr gebraucht“, beschreibt er die Dimensionen. Aufgaben wie Korrektur und Titel-Gestaltung liegen eben nicht in seiner Hand.

„Ich bin am eigenen Laptop am flottesten“, skizziert er seinen Arbeitsstil, in seinem Zimmer am Schreibtisch oder in Finnland, auf der Terrasse des Sommerhauses der Familie. Seine Mutter kommt aus Skandinavien, „wo die Leute von sich aus Abstand halten“. So verlebte Robin seine Ferien entspannt, ohne Maskenpflicht und Hand-Desinfektion. Der Schriftsteller ist ebenfalls finnischer Staatsbürger, beherrscht die Sprache und lässt sich von den einsamen Weiten Nordeuropas inspirieren. Seine Figuren sind daher in Gegenden mit Seen und Wäldern zu Hause.

„In meinen Regalen stehen zu einem Drittel Bücher aus Skandinavien“, verrät das Talent, neben Fantasy und Horror auch Krimis – „aber nur mit einem Hauch Übernatürlichem“. Und schon wieder sitzt Robin Band an drei Projekten gleichzeitig: „Ein Buch bedient die High Fantasie fernab der Realität, ein anderes die Urban Fantasy, in der sich Menschen und übernatürliche Wesen begegnen.“ Es gehe um eine „unfreiwillige Kontrolle von Gedanken und Körpern fremder Menschen“, konkretisiert der 21-Jährige.

Die dritte Geschichte ist ein gemeinsames Projekt des Autorenzirkels, der aus Hermina Popas Schreibwerkstatt „Tintenfleck“ hervorging. Jeder der sieben Teilnehmer setzt auf etwa 70 Seiten eine Vorgabe wie in einer Zeitreise in einer konkreten Epoche fort, Clara schreibt und malt die Zukunft. Seine eigene sieht der Verlagskaufmann nach einem Studium als Lektor, Redakteur, in der Verlagsarbeit, zurück bei MVB oder in Finnland.

Seine Bücher sind unter anderem beim Mühlheimer Buchladen sowie über Hugendubel, Thalia und Amazon bestellbar. Auch in der Stadtbücherei kann man sie ausleihen. (Von Michael Prochnow)

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