„Von den Arbeiten profitieren alle“

Mühlheim (hov) - Dass es in der in die Jahre gekommenen Willy-Brandt-Halle an der ein oder anderen Stelle Sanierungsbedarf gibt, ist bekannt. Die Ankündigung aber, dass das renommierte Hamburger Schmidt Theater ab dem 29. März eine Dependance im Mühlheimer Bürgerhaus eröffnen wird, hat in den vergangenen Wochen so manches Gerücht hervorgerufen.

Dabei geht es um die Frage, was die Stadt so alles ausgeben müsse für diese langfristige Vermietung der Willy-Brandt-Halle.

„Im Rahmen der Vermietung der Halle an das Schmidt Theater wurden zwei ohnehin mittelfristig geplante und erforderliche Investitions- beziehungsweise Sanierungsarbeiten vorgezogen“, berichtet Bürgermeister Daniel Tybussek auf Anfrage. Diese Arbeiten seien aber nicht speziell für das Schmidt Theater notwendig geworden, „sondern sind auch für den allgemeinen Betrieb wichtig und kommen somit allen Mietern zu Gute“.

Beleuchtung und Beschallung verbessern

Die wichtigste Neuerung ist eine technische: Traversen wurden jüngst an der Hallendecke angebracht, die „in der heutigen Zeit zur Verbesserung der Beleuchtungs- und Beschallungsmöglichkeiten für Mieter zwingend erforderlich sind“, berichtet der Rathauschef. Diese neue Technik schlage mit rund 15.300 Euro zu Buche. Die Traversen seien für eine Halle dieser Größenordnung heute Standard „und können von Mietern für ihre mitgebrachten Beleuchtungs- und Beschallungssysteme genutzt werden“. Und auch der Bühnenboden wird in den nächsten Tagen auf Vordermann gebracht. Die Aufbereitung des Parketts soll rund 8 300 Euro kosten.

„Sogwirkung auf andere Künstler“

Zwei so notwendige wie lohnende Investitionen, findet auch Klaus Schäfer. Der Kulturamts-Chef geht davon aus, dass die Aufwertung der Halle auch eine „Sogwirkung auf andere Künstler“ haben wird. „Für den Vermietungszeitraum von Ende März bis Mitte Juni 2012 wurde mit allen anderen Nutzern gesprochen und einvernehmliche Lösungen gefunden. Insbesondere die Vereine zeigten sich dabei äußerst kooperativ“, hält Tybussek nicht nur in Richtung der „Bürger für Mühlheim“ fest, die jüngst im Stadtparlament die Frage gestellt hatten, ob durch die langfristige Vermietung der Halle den Mühlheimer Vereinen Nachteile entstehen könnten. „Ich freue mich auf das Gastspiel des Schmidt Theaters und hoffe auf eine Fortführung der Zusammenarbeit im Herbst 2012“, so der Bürgermeister abschließend.

Rubriklistenbild: © Rainer Sturm/pixelio.de

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