Concordia schmiedet Zukunftspläne

Guter Ball – gute Vorsätze

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Der Silvesterball der Concordia ist die klassische Möglichkeit, ins neue Jahr zu tanzen. Sänger der Gemeinschaft bereichern den Anlass um ihre Kunst.

Mühlheim - Es ist Mühlheims letzter öffentlicher Silvesterball, eine Feier in schöner familiärer Atmosphäre und sehr stilvollem Ambiente. Dennoch müssen sich die Gastgeber von Dietesheims Concordia-Chören sehr um die Besucher bemühen. Von Michael Prochnow

Mit ansprechender Unterhaltung aus den eigenen Reihen würzt Dietesheims Concordia-Familie das Programm. Solisten interpretieren „Gabrielas Song“, die Titelmelodie aus dem Film, und singen „Wie im Himmel“. Sabine Baumüller aus der Alt-Riege und Tenor Udo Bernhard schwärmen „Aber dich gibt‘s nur einmal für mich“. Und Herbert Schmitt, der zweite Vorsitzende, tritt mit „Summerwind“ als Frank Sinatra auf. Im Duett mit Baumüller zelebriert er den Schmachtfetzen „You Raise Me Up“. Und zum Finale tragen sie die spanisch-deutsche Version von „La Paloma“ vor.

„Seit fünf Jahren gestalten wir das Programm des Silvesterabends mit, suchen Lieder raus und studieren sie ein“, berichtet Udo Bernhard. Damals war das Interesse an der Silvesterfeier der Chöre etwas geschwunden, frische Ideen mussten her.

Angefangen haben sie vor 20 Jahren, als das Heim auf der Vereinsmeile am Naherholungsgebiet fertig war. Zur Silvesterparty gab’s damals Rippchen mit Sauerkraut, jeder brachte was mit, erinnern sich Bernhard und Schmitt. Sie begeisterten als Julio Iglesias und Willy Nelson, widmeten ihren Auftritt „To All The Girls I Loved Before“.

Heute gehen sie mit Titeln neueren Datums auf das Publikum ein. Dem gefallen auch zwei Tänzerinnen vom spanischen Elternverein Obertshausen. Mit Rumbas und Sevillanas bringen die jungen Damen südländischen Schwung ins Haus der Musik.

Ein feines Gespür für Geschmack und Wünsche seiner Zuhörer hat „Big T“ entwickelt. Thorsten Schmitz gibt mal den Elvis, kann aber auch die Flippers und Florian Silbereisen. Tanzmusik ist bei den Stammgästen der Generation 50 plus angesagt, eher getragene Melodien. Diesmal sind aber auch einige Jüngere dabei, die gleich zu den ersten Takten die Tanzfläche bevölkern.

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„Es sind fast nur Außenstehende, die das Büfett vom Forsthaus und die Musik genießen“, bemerkt Vorsitzender Josef Zepezauer. Acht Concordianer helfen hinter der Theke, im Service und in der Küche. Im neuen Jahr will der Leiter einen neuen Anlauf unternehmen, den einstigen Jungen Chor zu reaktivieren, verrät er. Derzeit sei der Vorstand auf der Suche nach einem Dirigenten, der Teenagern Rock, Pop und Gospel vermitteln kann. Vielleicht kann’s im Sommer losgehen, hofft Zepezauer.

Er schmiedet zudem Pläne für die Zusammenarbeit mit Kindergärten. Mit den Kleinen will er das Caruso-Programm starten, sie mit Besuchen der Sänger und Patenschaften gewinnen. Ihre Eltern sind donnerstags ab 20 Uhr zur Probe im Vereinsheim willkommen.

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