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Spaßtheater der TG Lämmerspiel begeistert mit neuem Stück

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Mit viel Wortwitz und Slapstick weiß das Spaßtheater der TG Lämmerspiel zu gefallen: Rolf Klös, Ingrid Falk, Sascha Cymes (vorne von links) sowie Geertje Adjinschi, Carmen Schneeweis, Petra Wassmann, Dagmar Blöcher (hinten von links) bescheren ihrem Publikum einen unbeschwerten Theaterabend.
Mit viel Wortwitz und Slapstick weiß das Spaßtheater der TG Lämmerspiel zu gefallen: Rolf Klös, Ingrid Falk, Sascha Cymes (vorne von links) sowie Geertje Adjinschi, Carmen Schneeweis, Petra Wassmann, Dagmar Blöcher (hinten von links) bescheren ihrem Publikum einen unbeschwerten Theaterabend. © Lucy russ

Das Spaßtheater der TG Lämmerspiel führte das Stück „Pleite, Pech und Pannen“ auf. Das Publikum zeigte sich von der Vorstellung begeistert.

Mühlheim – Es wird dunkel in der Halle der TG Lämmerspiel (TGL), der Vorhang ist noch geschlossen. Gespannt warten die Zuschauer darauf, dass das Spaßtheater Lämmerspiel der TGL sein neues Stück „Pleite, Pech und Pannen“ von Claudia Kumpfe präsentiert.

„Wir haben die höchsten Erwartungen – mindestens!“, erzählen zwei Stammgäste. Genau wie sie freuen sich alle Zuschauer auf einen lustigen Abend. „Ich hoffe, wir können Ihnen den ein oder anderen lauten Lacher entlocken“, kündigt Regisseurin Dagmar Blöcher an. Als es los geht, wird schnell deutlich: Mit ihrer Ankündigung soll Blöcher Recht behalten.

Der Klang klimpernden Geldes, der aus den Lautsprechern schallt, zeigt den Zuschauern, was der Dreh- und Angelpunkt des Stücks ist: Geld! Von Geld ist im Wohnzimmer der Damen-WG allerdings nichts zu sehen – zumindest, wenn man von Pennys neuer Handtasche absieht. „Hungeeer“, die anderen drei Bewohnerinnen sind davon mit Blick auf den leeren Kühlschrank wenig begeistert. Unausweichlich stellt sich bei Iffi (Dagmar Blöcher), Billi (Elena Grunau), Penny (Petra Wassmann) und Kathi (Geertje Adjinschi) die Frage, wie sie die Misere lösen und an Geld gelangen können.

Lotto? Telefonsex? Einen alten reichen Mann heiraten? Überzeugt ist das Quartett von keinem der Vorschläge. Noch verblüffter reagieren die Damen als Penny vorschlägt, eine Bank zu überfallen. „Ich dachte gerade, du meinst das ernst,“ seufzt Iffi und erhält als Antwort ein trockenes „Tu ich auch“. Der Banküberfall ist also gebongt und geht in die Planung.

Eine Power-WG schlechthin: Geertje Adjinschi, Elena Grunau, Dagmar Blöche und Petra Wassmann (v. l.)
Eine Power-WG schlechthin: Geertje Adjinschi, Elena Grunau, Dagmar Blöche und Petra Wassmann (v. l.) © Gruß, Lucy

Neben der Tarnung müssen, wie Chris, der schwule Freund der WG (Adrian Adjinschi) feststellt, auch die Outfits der Damen sitzen – „Ich hab´ gar nichts zum Anziehen“, zieht bei ihm nicht und er arrangiert eine kleine Wohnzimmer-Modenschau.

„Warum haben wir den überhaupt mitgenommen?“ – blöderweise befindet sich nach dem Überfall der geknebelte Direktor der Deutschen Bank in Offenbach (Rolf Klös) im WG-Wohnzimmer. Die Räuberinnen wissen nur nicht, wie sie ihn wieder loswerden. Als dann auch noch die tantrabegeisterte wilde Hilde (Carmen Schneeweis), Iffis Mutter, vorbeischaut, ihre verdatterte Schwester Hedwig (Ingrid Falk) und deren Pfleger (Sascha Cymes) im Schlepptau, droht die Geschichte aufzufliegen. Ein paar Notlügen müssen her, die die Neugierde der Besucher allerdings nur unzureichend befriedigen.

Der Vorhang schließt sich. Der Applaus, der bereits an vereinzelten Stellen im Stück angeklungen war, tönt durch die Halle. Gelacht hat das Publikum den ganzen Abend über – sei es über die Charaktere, oder die einzelnen Mühlheim-Bezüge, die immer wieder aufblitzen. „Wunderbar!“, dieser Ausruf aus dem Publikum fasst das Stück, das auch ohne Souffleuse Ulrike Dzony, sowie das Licht- und Ton-Team, nicht möglich gewesen wäre, treffend zusammen. Besonders begeistert ist das Publikum von Elena Grunau, die erst am Mittwoch in die WG einzog – sie sprang kurz vor der Premiere für die erkrankte Andrea Alexander als Billi ein – und das besonders authentisch. Die Pralinen-Packung, die sie als Dankeschön erhält, möchte sie gleich dem chronisch leeren WG-Kühlschrank zuführen. (Von Lucy Gruss)

Weitere Vorstellungen

Wer neugierig ist, kann im Mühlheimer Buchladen und der Lämmerspieler Postagentur noch Karten für die nächsten Aufführungen erwerben: 28. April, 19 Uhr, 29.April, 19 Uhr, 30. April, 17 Uhr in der Halle der TG Lämmerspiel, Fritz-Erler-Straße 16.

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