Spielplatz wird neu gestaltet

Segen für Möblierung

+
Ein Ausschnitt des Entwurfs, den die Politik beschlossen hat.

Mühlheim - Die letzte Hürde für die Neugestaltung des Spielplatzes auf dem Alten Festplatz gegenüber von Goetheschule und Schulkinderhaus ist genommen. Von Marcus Reinsch 

Das Stadtparlament hat mit allen Stimmen außer denen der CDU beschlossen, dass der im Juni öffentlich vorgestellte Entwurf für 265.000 Euro Wirklichkeit werden soll.

Das Büro der Nidderauer Freiraumplanerin Cornelia Bertuleit sieht vor, die Bäume und Sträucher auf dem mehr als 4100 Quadratmeter großen Karrée zu erhalten. Weitgehend jedenfalls, weil die Botanik relativ gut in Schuss ist. Weichen müssen im aktualisierten Plan drei mittelgroße Bäume am Rand, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, und wahrscheinlich fünf Jungbäume, die anderen den Platz für eine gesunde Entwicklung streitig machen. Die Hecken sollen stehenbleiben, aber niedrig gehalten werden, um den Platz einsehbar zu machen. Darauf habe nach einer Begehung die Polizei besonderen Wert gelegt. Rundherum ist ein 80 Zentimeter hoher Zaun geplant, um Hunde fernzuhalten. In der Mitte des Geländes werden sich Spielgeräte konzentrieren, während das Wäldchen im südlichen Teil von seinem Weg befreit wird und als Schattenspender stehen bleibt. Der nördliche Bereich soll sich mit seiner Wiese für freies Spielen anbieten.

Kletterfelsenanlage, Rodelhügel, Balancierpfad und mehr

Geplant sind auch neue Wege, die mit Rollern und ähnlichen Gefährten befahrbar sind. Der Zugang zur Feststraße wird an die Ecke zur Karlstraße verlegt - naheliegend für Goetheschüler. Der Eingang von der Karlstraße wandert zur Ecke Gutenbergstraße, was zum Beispiel die Kita Raabestraße freut. Die künftige Möblierung dürfte weit und breit ihresgleichen suchen: Kletterfelsenanlage am Hügel in der Mitte, Rodelhügel, Balancierpfad, Hängemattenschaukel, Sitzgruppen auch für Jugendliche, Picknicktische, mehr.

Die Enthaltung der CDU liegt nicht an einer Abneigung gegen Spielplätze, sondern an der Vorgeschichte der guten Nachricht: Nach einer Frequenzanalyse auf den städtischen Spielplätzen hatte die Stadtverordnetenversammlung Mitte März den Verkauf des demnach nicht so gut wie andere Areale genutzten Spielplatzes zwischen den Mehrfamilienhäusern an der Händelstraße als Bauland beschlossen, um vom Erlös die Modernisierung der Spielplätze auf dem Alten Festplatz und im Bürgerpark bezahlen zu können. Die Diskussion, ob man ein Freizeitareal zur Vergangenheit erklären darf, um zwei andere in die Zukunft zu bringen, war schon damals zur Grundsatzfrage geworden.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare