Ungewohnt, aber nicht gefährlich

Wegen Bakteriums: Stadtwerke chloren Trinkwasser

Mühlheim - Nicht jede Kreatur hat in der schier endlosen Gluthitze der vergangenen Monate gelitten.

Und ein Bakterium namens Pseudomonas Aeruginosa hat sich offensichtlich sogar so wohl gefühlt, dass es sich vermehrte, wo es absolut nichts zu suchen hat: im Trinkwassernetz von Mühlheim und Dietesheim.
Deshalb chloren die Mühlheimer Stadtwerke das Nass seit heute. Dazu haben sie sich in Abstimmung mit dem bei der bei der Gesundheitsaufsicht des Kreises Offenbach angesiedelten Fachdienst Gesundheit entschlossen.

Auf diese Weise könne sichergestellt werden, „dass die Verbraucher jederzeit mit hygienisch einwandfreiem Wasser versorgt werden“. Wichtig: Der Stadtteil Lämmerspiel sei vom Bakterium nicht betroffen.

Die Chlor-Maßnahme sei nicht gesundheitsschädlich, versichert der Versorger. Die Dosierung werde so vorgenommen, dass Restgehalte von maximal 0,3 Milligramm Chlor pro Liter erreicht werden. Diese Konzentration entspreche dem in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwert. Für Aquarien sei das gechlorte Wasser allerdings ungeeignet. Sobald die Chlorung wieder eingestellt wird, werden die Stadtwerke darüber informieren.

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Keine gefährliche Situation also, aber eine für hiesige Verhältnisse ungewohnte. Um auf Verunsicherung reagieren zu können, hat der Versorger deshalb am Samstag eine Hotline für Rückfragen eingerichtet. Sie ist von 8 bis 12 Uhr unter 06108/6005-26 zu erreichen. Ab Montag stehen Mitarbeiter der Stadtwerke dann sowieso wieder zu den üblichen Öffnungszeiten zur Verfügung. (mcr)

Rubriklistenbild: © dpa

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