Sternsinger der Pfarrgemeinde St. Markus

Singen, segnen, sammeln

+
Die Sternsinger von St. Markus auf ihrem Weg durch die Mühlenstadt.

Mühlheim - Das weite Gewand weht Lukas um den Kopf, sodass er vorübergehend nichts mehr sieht. Ändern kann er das gerade auch nicht, denn er muss den Stern mit beiden Händen gegen den Sturm stemmen. Sternsinger zu sein ist in diesen Tagen kein Spaziergang.

Entweder weht der Wind den „Königen“ die Kronen vom Haupt oder der Regen durchnässt ihre Umhänge. Doch die „Weisen“ lassen sich nicht aufhalten auf ihrem Weg durch die Mühlheimer Innenstadt. Die fünf Gruppen der Pfarrgemeinde St. Markus haben den Auftrag, an jeder Tür zu klingeln. Das Team von Jens Oberbeck soll Geschäfte und Bewohner entlang der Bahnhof- und einigen Nebenstraßen besuchen. Ihre erste Adresse ist die Apotheke an der Ecke Offenbacher Straße. Pech, die Tür ist verschlossen, drinnen ist alles dunkel – klar, die Uhr zeigt kurz nach Eins, viele Geschäfte machen Mittagspause. Mehr Glück haben Lukas, Mathilde, Tessa und Gregor im Salon um die Ecke. Die Frisörin freut sich über den Besuch.

Die Kinder singen die erste Strophe des Sternsingerliedes und sagen einen Spruch auf, der ihre Aufgabe beschreibt. Sie bringen den Segen Gottes und sammeln Gaben für Kinder in Not. Ein konkretes Beispiel unter den fast 3000 Hilfsprojekten des Kindermissionswerks haben die Mädchen und Jungen parat: „Pastoral da Criança“, „Kinderpastoral“, heißt es und soll im Norden der philippinischen Insel Negro Gesundheitswissen vermitteln.

Sternsinger bei Ministerpräsident Bouffier

Sternsinger bei Ministerpräsident Bouffier

Der Kleinste unter den Mühlheimer Sternsingern ist Georg. Der Fünfjährige gehört auch zur Gruppe „Bahnhofstraße“ und trägt stolz die güldene Schatztruhe vor der Brust. Die Frisörin wirft ihre Spende hinein. Und auch einer ihrer Kunden möchte sich beteiligen, faltet einen Geldschein und drückt ihn durch den Schlitz in das Kästchen. Etwas komplizierter wird es im Wohnhaus nebenan. Ein Junge schließt den Besuchern zwar auf, beim Verlassen aber kommen die „Magier“ vorübergehend nicht mehr raus. Abgewiesen würden sie nur selten, erzählt Jens. Gerade von Menschen, die aus anderen Ländern stammen, würden sie besonders freundlich aufgenommen. Morgen um 10 Uhr gestalteten alle Sternsinger den Gottesdienst in St. Markus mit.

M.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare