Tag der offenen Tür des VfSG

Andrang trotz Hundewetter

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Es braucht eine Menge Übung, bis Mensch und Hund als Einheit funktionieren.

Mühlheim - Es war eigentlich ein Wetter, bei dem man keinen Hund vor die Tür schickt. Sagt der Volksmund. Doch wahre Hundefreunde schnuppern mit ihren Lieblingen auch bei Wind und Nässe Frühlingsluft.

Trotz Dauerregens kamen zahlreiche Besucher zum „Tag der offenen Tür“ beim Verein für Schutz- und Gebrauchshunde (VfSG) Mühlheim-Dietesheim am Grünen See. Mit Anorak, Kapuze und festem Schuhwerk schreiten die Hundeführer mit den Vierbeinern auf den Platz, der bis zum Mittag schon mächtig matschig ist. Macht nix, die Welpen fühlen sich im Dreck pudelwohl. Die jüngsten Pfotenträger des VfSG tapsen über den Rasen, balgen und erforschen Grashalme. Das sei völlig in Ordnung, erklärt Christiane Spoida, im kommissarischen Vorstand für die Finanzen zuständig.

Der Nachwuchs soll spielerisch soziale Kontakte pflegen, in der Welpenstunde mit Artgenossen in Kontakt kommen. Die neuen Familienmitglieder sollen sich aber auch schon an die Leine gewöhnen. Wenn sie ein halbes Jahr alt sind, gelten sie als Junghunde. Das bedeutet, sie müssen lernen, auf die Befehle „Sitz!“ und „Platz!“ zu reagieren und verlässlich „bei Fuß“ zu gehen.

Den verspielten Knäuel in einen verlässlichen Gefährten zu wandeln, sei ein gutes Stück Arbeit, gab Sprecherin Spoida zu bedenken. „Allein werden sich die Vierbeiner nicht disziplinieren, man muss sich schon mit dem Tier beschäftigen.“ Nur so könne der Grundstein für einen sicheren und entspannten Spaziergang gelegt werden. Vereinsmitglieder beobachteten, dass es immer mehr Hunde in der Mühlenstadt gebe, doch nur wenige Halter kämen zu einem Verein, um sich einem professionellen Trainer anzuvertrauen.

Tag der offenen Tür beim Verein für Schutz- und Gebrauchshunde

Die nächste Stufe nach den Übungen mit den jungen Hunden sei die Vorbereitung auf die Begleithunde-Prüfung (BH). Dabei muss der Zweibeiner in einem schriftlichen Test seine Kenntnisse unter Beweis stellen. Mit dem Tier muss er dann durch eine Menschengruppe gehen. Beim Examen passieren zudem klingelnde Radler und fragende Autofahrer das Duo, wobei „Bello“ die Fremden ignorieren müsse.

Bei der Präsentation am Grünen See ließen die erfahrenen Mitglieder ihren Hund liegen und entfernten sich. Erst auf Kommando durfte er auf den Menschen zurennen. Die BH ist Basis für weitere Qualifikationen. Trainerin und Moderatorin Irene Raschke ließ die Zuschauer staunen, wie schnell die Begleiter mit der guten Nase eine Person im Versteck aufspürten, nachdem sie an einem Tuch geschnuppert hatten. Am kommenden Samstag findet die Schutzhund-Prüfung IPO 1 am Grünen See statt, zu der ebenfalls Interessierte willkommen sind. (M)

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