Training mit höherer Qualifikation

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Mit großem Einsatz spielten F- und E-Jugend-Kicker beim DFB-Mobil auf zwei kleine Tore. 

Mühlheim - „Ich muss lauter sein auf dem Platz.“ Der das sagt, ist keiner der jungen Racker auf dem Rasen des Sportzentrums an der Anton-Dey-Straße. Stefan Gackenheimer, Trainer der F-Jugend von Kickers Viktoria Mühlheim (KVM), hat seine Lektion verstanden. Von Michael Prochnow

Schon das Warmmachen könne mit mehr Spaß verbunden werden, lautete eine weitere Erkenntnis, die der Betreuer am Montag mit nach Hause nahm. Eineinhalb Stunden übernahmen Matti Ringert und Mustafa Kan das Training, zeigten den Übungsleitern mit der Aktion „DFB -Mobil“, worauf’s ankommt.

Die Einladung der Profis vom Deutschen Fußball-Bund gehört für KVM-Jugendleiter Stephan Fuchs zu einem ganzen Bündel von Maßnahmen, mit denen er die Arbeit im Verein verbessern und die Attraktivität des Club erhöhen möchte. „Wir möchten weitere Türen aufstoßen, ohne das Rad neu zu erfinden“, fasst Fuchs das aktuelle Konzept der Jugendabteilung zusammen.

Natürlich möchten die Kickers auch Mitglieder an den Verein binden, schmunzelt der Sprecher, „vor allem Kinder und Jugendliche“. 20 zusätzliche Spieler im Alter zwischen acht und zwölf Jahren habe sich sein Team als Ziel bis zum Ende der kommenden Saison gesetzt. Wichtiger jedoch sei die Weiterbildung der ehrenamtlichen Helfer: „Wir gewinnen regelmäßig Leute aus den eigenen Reihen dafür, Mannschaften zu führen.“ Die sollen jetzt eine Lizenz als C-Trainer erwerben, um die Übungsstunden qualifizierter zu leiten. „Das Potenzial ist da“, freut sich Stephan Fuchs.

Auch an den äußeren Voraussetzungen fehle es nicht. Die große Sportstätte mit den beiden Rasen- und den zwei Hartplätzen eröffne vielerlei Chancen, müsse aber mit Leben gefüllt werden. Auch die Trainingsgeräte wie Stangen, Markierungshüte sowie kleinen Toren stünden zur Verfügung, „sie müssen halt benutzt werden“, mahnte der Leiter der Jugendabteilung.

Von den beiden Fußballlehrern von der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise erwarten die Mühlheimer neue Impulse, eine neue Sichtweise und die Vermittlung des „Spaßfaktors“. 2003 hatte die KVM den Sepp-Herberger-Preis für hervorragende Jugendarbeit erhalten, erinnerte Fuchs. Danach sei „einiges verloren gegangen“, doch „da muss der Jugendfußball wieder hin“.

Mit 26 Schülern, zwei F- sowie einer E-Jugend-Elf, zeigten Kan und Ringert, wie ein altersgerechtes Training aussehen kann. Sie ließen Mannschaften auf zwei Tore spielen, aber auch zwei eigene verteidigen, übten Dribbeln und Abschuss. Danach analysierten die Experten das auf dem Rasen Erlebte in Gesprächen im Vereinsraum.

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