Mit 72,55 Prozent in zweite Amtszeit

Tybussek bleibt Bürgermeister

Mühlheim - Daniel Tybussek bleibt Bürgermeister. 72,55 Prozent der Wähler machten gestern ihr Kreuzchen bei ihm. Ein deutlicher Sieg über die Erste Stadträtin Gudrun Monat, die Tybussek herausgefordert hatte. Sie holte 27,45 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung: 42,92 Prozent. Von Marcus Reinsch 

Es dauert keine Stunde, bis gestern auch der letzte der 24 Wahlbezirke inklusive der drei Briefwahlbezirke ausgezählt ist. Dass Daniel Tybussek Mühlheimer Bürgermeister bleibt, wird aber schon 13 Minuten nach Schließung der Wahllokale auf der großen Leinwand im viel besser als bei der Kommunalwahl besuchten Stadtverordnetensaal des Rathauses klar. In den Räumen der Goethekids-Betreuung am Rand des Alten Orts haben mehr als 70 Prozent der Wähler für ihn gestimmt. An diesem Riesenvorsprung ändert sich kaum noch etwas bis zum vorläufigen Endergebnis. Es lautet: 72,55 Prozent für den von der SPD offiziell nominierten Tybussek.

Die parteiunabhängig angetretene Erste Stadträtin Gudrun Monat war von den Grünen, bei denen sie Mitglied ist, und von den ebenfalls in der Opposition arbeitenden „Bürgern für Mühlheim“ unterstützt worden. Ihre höchsten Ergebnisse holte sie in den Lämmerspieler Wahlbezirken. Auch dort hatte der Amtsinhaber allerdings in jedem Fall die Nase deutlich vorn.

Die Wahlbeteiligung hielt sich in Grenzen. Nur 9 298 (Tybussek: 6 598, Monat: 2 496) der 21 666 Mühlheimer Wahlberechtigten machten überhaupt ihre Kreuzchen. Das entspricht 42,92 Prozent.

Tybussek, 39, spricht mit Blick aufs Ergebnis von einem „eindrucksvollen Vertrauenbeweis“ für ihn. Der ist eindeutig; er holte diesmal sogar mehr Prozente als bei seiner ersten Wahl vor sechs Jahren. Seine zweite Amtszeit habe er zuallererst der „Politik für und mit den Menschen“ in seiner Heimatstadt, dem für einen Amtsinhaber ungewöhnlich frühen Wahlkampfbeginn bereits im Oktober und den vielen Helfern zu verdanken. „Man ist da nie ein Einzelkämpfer“. Er sei „sehr zuversichtlich, was die Zukunft Mühlheims angeht“. Seiner Mitbewerberin Gudrun Monat dankt Tybussek für einen harten und intensiven Wahlkampf. Gerade die letzten Wochen seien sehr anstrengend gewesen.

Bilder: Mühlheims Bürgermeisterkandidaten auf dem Podium

Das hat Monat, 58, auch so empfunden. Sie gratuliert Tybussek zu seinem Sieg. Das Ergebnis sei ja „sehr eindeutig“. Für sie sei dieser Wahlkampf „eine tolle, lohnende und auch spannende Erfahrung“ gewesen. Sie habe erlebt, „dass viele Menschen sehr unzufrieden mit der Politik sind“, auch deshalb kandidiert und ihren eigenen Politikstil in die Waagschale geworfen. „Und ich mache natürlich keinen Hehl daraus, dass ich mir heute noch ein bisschen mehr Stimmen gewünscht hätte.“

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