Übungsziel Eislaufbahn

+
600.000 Liter Wasser pumpte die Mühlheimer Jugendwehr auf das Wiesengelände an der Ulmenstraße.

Mühlheim ‐ Ganz knapp oberhalb von Temperaturen, die üblicherweise in der Tiefkühltruhe herrschen, wird sich das Thermometer in der Nacht zum Mittwoch in Mühlheim bewegen. Von Michael Prochnow und Heiko Wiegand

Wetterexperten rechnen dann mit Temperaturen um minus 14   Grad - ideale Bedingungen für die Idee, die dem Ersten Stadtrat Heinz Hölzel Ende vergangener Woche durch den Kopf ging. Hölzel wurde von einem findigen Anwohner berichtet, der bei der letzten Kältewelle vor rund 14  Tagen auf einem Wiesengebiet südlich der Ulmenstraße kurzerhand eine generatorbetriebene Lichtanlage auf den zugefrorenen Pfützen aufgebaut hatte und zum abendlichen Schlittschuh-Vergnügen einlud. Kinder, Jugendliche und Erwachsene kamen gerne, drehten auf den Eisflächen ihre Kreise und übten Pirouetten. Angesichts der für diese Woche zu erwartenden nächsten Kältewelle griff Hölzel zum Telefon und rief Stadtbrandinspektor Heribert Hennig an.

Auch der fand Hölzels Idee gut, informierte seinerseits die Mühlheimer Jugendwehr. Und gab als Übungsziel aus: Das Wiesengelände an der Bieber soll mit zwei großen Pumpen noch weiter unter Wasser gesetzt werden, um die Eisflächen zu vergrößern - und den Feuerwehrnachwuchs in der Benutzung der Pumpen zu einzuweisen. Rund zwei Stunden lang liefen Ende vergangener Woche minütlich knapp 5.000 Liter Wasser aus der Bieber auf das Gelände. Machte summa summarum am Ende des Tages stolze 600.000 Liter Wasser oder umgerechnet 3.000 Badewannen. Auf dem festgefrorenen Übungsergebnis wird es sich sicher bis spätestens Mitte dieser Woche gut Schlittschuh laufen lassen, sollten sich die Prognosen der Wetterfrösche bewahrheiten. „Sicherer als auf den Seen ist die Sache noch dazu“, freute sich Hölzel gestern. „Denn wenn man dort einbricht, gibt‘s nicht mehr als ein paar nasse Füße.“

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare