Bei Sprung in den See schwer verletzt

+
Badesee-Stimmung im Naherholungsgebiet. Für einen 18-Jährigen endete ein Spru ng in den Dietesheimer Steinbruchsee am Wochenende fast tödlich. Nun wollen die Behörden reagieren.

Mühlheim ‐ Beim Springen in den Steinbruchsee haben sich am Wochenende zwei junge Männer verletzt, einer davon schwer. Problem für die Rettungskräfte: Wegen der zugeparkten Anfahrtswege war für Feuerwehr und Rettungswagen fast kein Durchkommen. Von Heiko Wiegand

Der Stadtbrandinspektor schüttelt den Kopf an diesem Montag früh in der Mühlheimer Wache. „Was soll man denn da noch sagen...“ Heribert Hennig telefoniert mit dem Feuerwehreinsatzleiter vom Wochenende, Joachim Schmidt, lässt sich die Unfalldetails noch einmal genau darstellen. „Der Junge hatte Glück, mehr nicht“, fasst Hennig zusammen.

Mehr lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Offenbach-Post.

Die Bilanz des tragischen Sprungs eines 18-Jährigen aus Bruchköbel am Sonntagabend von einer Klippe an der Canyonbrücke in den Steinbruchsee: schwerste Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen. „Wir mussten mit dem Boot raus, der Notarzt war mit an Bord“, erzählt Schmidt später. Kumpels haben den Verletzten so lange über Wasser gehalten, bis die Helfer eintreffen. Am Samstag Nachmittag geht ein ähnlich verwegener Sprung an fast der selben Stelle glimpflicher aus. Diesmal kugelt sich ein junger Springer lediglich den Arm aus.

Die traurige Bilanz eines tropischen Sommerwochenendes im Naherholungsgebiet Dietesheimer Steinbrüche: ein Schwerstverletzter junger Mann, ein leicht verletzter. Der Unfall am Samstag wird allerdings auch ein behördliches Nachspiel haben: „An diesem Nachmittag war rund um den Parkplatz am Naherholungsbiet alles zugeparkt. Es war für unsere Einsatzfahrzeuge überhaupt kein Durchkommen“, klagt der Stadtbrandinspektor.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare