Flughafen: Grüne wollen, dass Stadt Problem ins Visier nimmt

Ultrafeinstaub: Die unsichtbare Gefahr

Mühlheim - Mühlheims Grüne suchen eine Mehrheit für ihre Forderung, die Messung des gesundheitsschädlichen Ultrafeinstaubs voran zu treiben. In einem Antrag ans Stadtparlament (29. Juni, 18 Uhr, Rathaus, Friedensstraße 20) schlagen sie eine Kooperation mit Offenbach vor.

Am S-Bahnhof Offenbach Ost – also in der Einflugschneise – wird bereits der Feinstaub gemessen. Diese Station könne leicht um eine Partikelzählung zur Ermittlung von Ultrafeinstaub ergänzt werden, sagt Mühlheims Grünen-Sprecher Jan Winkelmann.

Die Schadstoffbelastung ist – um die schädlichen Folgen der vierten Landebahn deutlich zu machen – neben dem Krach vom Himmel das zweite große Stichwort für viele gegen den Flughafenausbau angetretene Bürgerinitiativen. Auch Mühlheims BI setzt hier an. Ihr Themenabend im Mai habe nahegelegt, „dass bei der bisherigen Feinstaubmessung der enthaltene Ultrafeinstaub nicht ermittelt wird“. Denn die Partikel des letzteren seien so klein und leicht, dass sie mit der herkömmlichen Gewichtsmessung nicht registriert werden. Zähle man dagegen die Menge ultrakleiner Partikel, lasse sich über die Belastung durch den Straßenverkehr hinaus ein Zusammenhang zwischen der Menge und einem gerade überfliegenden Flugzeug nachweisen, wirbt Winkelmann.

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Der Grünen-Stadtverordnete Volker Westphal: „Früher konnte man die Rußpartikel noch deutlich in der Luft sehen. Aber gerade die sehr kleinen, nicht sichtbaren Partikel sind für die Menschen sehr gefährlich, da sie durch die Lunge ins Blut aufgenommen werden können.“ Die Messung sei wichtig, um die Notwendigkeit einer Ausweitung des Nachtflugverbots und einer Reduzierung der Überflüge mit Zahlen belegen zu können. (mcr)

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