Investition in die Zukunft

Millionen-Projekt: Neubau der Grundschule soll hohen Bedarf gerecht werden

Noch verdeckt das Gerüst den Neubau: Die Fassade der Markwaldschule wird aus Holz und Glas bestehen.
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Noch verdeckt das Gerüst den Neubau: Die Fassade der Markwaldschule wird aus Holz und Glas bestehen.

Der Bau der Grundschule in Mühlheim bei Offenbach schreitet gemäß dem Zeitplan voran. Hierbei werden nicht nur die Anliegen der Schüler berücksichtigt.

Mühlheim – Der Rohbau in Mühlheim steht, noch fehlen ein paar Fenster – doch dann heißt es endlich: Fassade dicht, der Innenausbau der Markwaldschule in Mühlheim kann beginnen. Über den Baufortschritt des Neubaus der Grundschule an der Forsthausstraße in Mühlheim informierten Architekt und Planer gestern den Ersten Stadtrat Dr. Alexander Krey, Bürgermeister Daniel Tybussek und Landrat Oliver Quilling.

Markwaldschule in Mühlheim bei Offenbach: Lichtblick für Klimaschutz und Schüler

Im kommenden Jahr sollen die Schüler wie geplant in das neue Gebäude umziehen. Das Innere ist noch dunkel. Die Öffnungen im Dach und in den Außenwänden, die einmal viel Tageslicht in das Gebäude bringen sollen, sind aktuell noch mit Planen und Behelfsbrettern geschlossen. Doch bald soll der Bau mit Licht durchflutet werden. Der zweigeschossige Gebäudekomplex selbst misst 60 auf 21 Meter. Im Erdgeschoss werden unter anderem einmal Fachräume und ein großes Foyer entstehen. Im Obergeschoss sind die zukünftigen Klassenräume untergebracht.

Der Bau ist so geplant, dass es beidseitig der Flure Klassen- und Gruppenräume gibt. Die Flurzone und die offene Foyerfläche sind so entworfen, dass sie über eine mobile Trennwand mit dem Mehrzweckraum verbunden sind und auch als Raum zum Toben und als Treffpunkt genutzt werden können. Die Fassade der Markwaldschule wird hauptsächlich mit Glas und Holz gestaltet. So wolle man auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Vorteile der Leicht- und Massivbauweise vereinen, meint Architekt Gero Quasten. Baulich wird der Neubau von einem elf Meter breiten Weg von der bestehenden Betreuungseinrichtung getrennt. So sollen einmal die Kinder auf kurzem Wege zwischen den beiden Gebäuden wechseln können. Durch die versetzte Lage der beiden Gebäude haben die Kinder von der Mensa einen freien Blick in die Rodauauen.

Stefan Hambach vom Fachdienst Gebäudewirtschaft des Kreises Offenbach und Architekt Gero Quasten (rechts) zeigen den Grundriss Erstem Stadtrat Dr. Alexander Krey (von links), Bürgermeister Daniel Tybussek und Landrat Oliver Quilling.

Markwaldschule in Mühlheim (Kreis Offenbach): Landrat verspricht positive Aussichten zum neuen Schuljahr

„Einen Zugewinn wird es auch für die Anwohnenden geben“, sagt Landrat Oliver Quilling, „denn wenn der Altbau erst einmal abgerissen ist, haben sie ebenfalls freie Sicht in das Naturschutzgebiet.“ Der dort gewonnene Platz soll dann als Schulhof naturnah mit Spiel und Sportmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler gestaltet werden.

Im ersten Bauabschnitt wird der Neubau der Markwaldschule nun fertiggestellt. Zum Schuljahreswechsel 2022/23 soll der Bau dann von den Schülern bezogen werden können. In einem zweiten Bauabschnitt wird die Grundschule für rund 4,1 Millionen Euro erweitert. Diese Kosten trägt allein der Kreis Offenbach als Schulträger. Der zweite Abschnitt soll voraussichtlich 2024/25 fertiggestellt sein. Der Neubau für sich kostet gut 7,9 Millionen Euro. Die Kosten für den Ersatzneubau werden vollständig aus Mitteln des Kommunalen Investitionsprogramm (KIP III) des Landes finanziert. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Neubau einschließlich Außenanlagen somit auf rund zwölf Millionen Euro.

Da sich im Schulentwicklungsplan eine Steigerung der Schülerzahl abzeichnet, will der Kreis Offenbach mit der neuen Markwaldschule dem gesteigerten Bedarf gerecht werden. Aktuell gehen 160 Schülerinnen und Schüler zur Markwaldschule, ab dem Schuljahr 2023/24 sind es voraussichtlich 230, somit muss die Grundschule ab dann durchgängig dreizügig geführt werden.

Markwaldschule in Mühlheim bei Offenbach: Grundschule erzielt erste Fortschritte bei Digitalisierung

Die Schule soll auch nach der Fertigstellung der digitalen Entwicklung im Kreis Offenbach Rechnung tragen. Deshalb werden überwiegend digitale Tafeln verbaut. Auch verfügen die Räume über eine umfangreiche Lüftungsanlage. Die Decken werden so gestaltet, dass die Luft dahinter zirkulieren kann, denn, so Architekt Quasten, heute komme es auch darauf an, dass die Räume im Sommer nicht zu stark aufheizen. Durch die dichte Deckenabhängung in alten Bauten staue sich nämlich die Wärme, die auch von Menschen ausgehe. (Lukas Reus)

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