Wider die „große Sauerei“

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„Gemeinsam kommen wir weiter“, sagte Mühlheims zukünftiger Bürgermeister Daniel Tybussek (rechts).

Mühlheim - Viele Mühlheimer müssen direkt im Umfeld ihrer Wohnung so einiges aushalten. Vor allem die Themen „Lärm“ und „Parken“ bereiten immer wieder Sorgen und Ärger, sorgten auch beim jüngsten Termin des Mühlheimer Umwelt-stammtischs für teils hitzige Diskussionen. Von Peter Mayer

Wo und wie in Mühlheim die Schwerpunkte „für eine lebenswerte Stadt mit attraktiver Natur“ zu setzen sind, das diskutierten die engagierten Naturfreunde jetzt mit dem zukünftigen Bürgermeister Daniel Tybussek, der in zwei Wochen das Ruder im Rathaus übernehmen wird.

Dass das Thema die Gemüter bewegt, war schnell zu sehen: Wegen etlicher Gäste wurde es recht eng im Erkerzimmer der Alten Wagnerei. Und teilweise auch recht laut. „Müssen wir das alles wirklich ertragen?“, fragte ein Diskussionsteilnehmer, als es ums Thema Lärmbelastung ging. Und brachte gleich noch ein Anliegen vor: „Außerdem finde ich die Hochwasserschutzmauer der Rodau im Bereich von St. Markus total hässlich.“

Besonders jedoch bewegte alle Beteiligten mal wieder der Dauerbrenner unter Mühlheims Sorgenkindern, das Naherholungsgebiet. Wie es dort regelmäßig nach einem sonnigen Sommerwochenende aussehe, das sei einfach „eine große Sauerei“. Der Dreck, die wild weggeworfenen Abfälle, die Brandlöcher und Grillreste bereiten Sorgen, eine Verbesserung sei dringend nötig.

Gemeinsam überlegte man, was dafür zu tun sei. „Man muss das endlich wieder anpacken“, sagte ein Teilnehmer. Die Stammbelegschaft des Umweltstammtischs ließ erkennen, dass sie bereit wäre, „wieder dabei zu helfen, auch mit Zange und Müllsack“.

Denn seit Jahren setzen sich die Mitglieder bereits für die Verbesserung und Bewahrung der Lebensqualität in der Stadt ein, haben einiges erreicht in dieser Hinsicht - etwa in Sachen Pflege der Mainauen. „Auch die Renaturierung von Bieber und Rodau an mehreren Stellen im Stadtgebiet möchten wir nicht mehr missen“, war zu erfahren. Denn all dies sei im Sinne des Handlungsprogramms der Lokalen Agenda aus dem Jahre 2003, welche später durch das Stadtleitbild abgelöst wurde. Doch obwohl schon viel erreicht worden sei, bleibe doch noch viel zu tun.

Das weiß auch der zukünftige Bürgermeister. Daniel Tybussek lobte das Engagement des Umweltstammtischs und verwies auf die rot-grüne Koalitionsvereinbarung. Dort würden unter anderem als Sofortmaßnahmen die Sicherheit und Sauberkeit am Bahnhof und im Naherholungsgebiet gefordert. Zugleich ließ er durchblicken, dass er großen Wert auf Information und Bürgerbeteiligung lege, regelmäßige Bürgersprechstunden einführen wolle. „Gemeinsam kommen wir weiter“, sagte er.

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