Zukunftspläne

Bahnhofsviertel mit gutem Ruf

Mühlheim - Gesprochen wurde schon oft über die Zukunft des Mühlheimer Bahnhofsareals. Folgen hatte das allerdings noch nie. Das kann sich jetzt ändern. Von Marcus Reinsch

Die Stadtplanung will von der Kommunalpolitik den Auftrag für einen Bebauungsplan. Der soll die Fläche zwischen Bahntrasse im Süden, Dammstraße im Norden, dem östlichen Ende des Park & Ride-Platzes und dem unter der Lämmerspieler Straße hindurch führenden Hennigweg im Westen umfassen. Das würde den Weg ebnen für 40 Einfamilienhäuser auf dem ehemaligen Gelände des Güterbahnhofs und mindestens fünf Dutzend Wohnungen auf dem westlich des Bahnhofs gelegenen Bahnhofsplatz.

Schon seit vor zwei Jahrzehnten die damalige Bundesbahn das Interesse an ihrem Mühlheimer Gelände verlor, treibt die Nachfolgenutzung immer mal wieder als Thema an die Oberfläche. Die Stadt sei da sehr um tragfähige Konzepte bemüht gewesen, heißt es. Und mittlerweile, so erklären das die Stadtplaner mit Verweis auf das Scheitern eines geplanten Hotelbaus in den Neunzigern und dem dank der Penny-Rettung in der Bahnhofstraße überflüssig gewordenen Gedanken an die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes, mit Erfolg.

Der Bebauungsplan mit der Nummer 80 für den einstigen Güterbahnhof sei in der Mache, die Volksvertreterschaft mit dem Grundkonzept vertraut gemacht. Die Traumhaus AG wolle hier Einfamilienhäuser hochziehen. Der Bahnhofsplatz selbst, die Brache gegenüber vom ehemaligen Kino, sei mittlerweile an ein Wohnungsbauunternehmen verkauft worden. Das wolle dort drei- bis viergeschossige Gebäude mit 60 bis 70 Wohnungen hinstellen.

Mit diesen rund 100 innenstadtnahen Wohneinheiten vollziehe sich „eine Entwicklung, die geeignet ist, das gesamte Bahnhofsareal sowie die Nachfrage in der Bahnhofstraße positiv zu beeinflussen“. Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude selbst, mittlerweile ebenfalls verkauft, könne da „ein Kernelement einer gelungenen Konversion des ehemaligen Bahnhofsgeländes darstellen“. Ziel eines Bebauungsplans müsse deshalb sein, „ein Nutzungsspektrum von Wohnen, Einzelhandel, Kultur und Gastronomie zu unterstützen.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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