VfL Münster vermeldet 669 Teilnehmer

37. Moret-Triathlon bricht Rekord

An der Abfahrt vom See feuerten einige Zuschauer die Athleten an.
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An der Abfahrt vom See feuerten einige Zuschauer die Athleten an.

Was die Meldezahlen angeht, war der diesjährige Moret-Triathlon des VfL Münster mit 669 Teilnehmern der bisher größte. Erstmals war auch ein Nachwuchsrennen integriert. Ein Dauerthema bleibt die Sperrung der B 26.

Münster/Babenhausen – Elf Wettbewerbe mit 669 gemeldeten Teilnehmern und erstmals Nachwuchsrennen integriert: Der VfL Münster hat am Sonntag am und um den Sickenhöfer See einen Moret-Triathlon der Superlative auf die Beine gestellt. Die 37. Auflage der Traditionsveranstaltung, die inzwischen viel mehr ist als Hessens einziger Mitteldistanz-Triathlon, brach laut VfL-Rennleiter Andreas Kropp vor allem einen Rekord: „Von den Meldezahlen her war es bisher der größte ,Moret’.“

Mit der Verlegung der zweiten Wechselzone und des Zielbereichs an den Sickenhöfer See, wo bis 2019 „nur“ geschwommen und aufs Rad gewechselt wurde, hat der VfL Münster sein Event seit dem vergangenen Jahr am Gewässer zwischen Babenhausen und Sickenhofen komprimiert. So richtig abfeiern kann man das erstmals 2022, denn wie im Vorjahr ließ der VfL auch am Sonntag (mit Ausnahme Angehöriger von minderjährigen Teilnehmern) keine Zuschauer ans Ufer, an die Wechselzone und ans Ziel. Publikum stand vor allem am Eingang zum Seegelände, vereinzelt auch an der Radstrecke auf der B 26 und an der Laufstrecke im Feld westlich von Babenhausen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Veranstaltern hatte der Verein den Triathlon auch im Corona-Jahr 2020 durchgezogen und ging diesmal zum zweiten Mal weg vom Juni-Stammtermin. „Der künftige Termin ist noch offen, es deutet aber vieles darauf hin, dass wir im September bleiben“, blickte Kropp voraus.

Ob des spätsommerlichen Wetters am Sonntag waren die Erfrischungen auf der Laufstrecke gefragt.

Das Wachstum bei Teilnehmern und Rennen geht auf zusätzliche Wettkämpfe zurück. Dass am Sonntag etwa die 3., 4. und 5. Hessenliga gastierte, geht auch auf die Vernetzung der Gastgeber mit dem Hessischen Triathlon Verband zurück, in dem VfL-Vorstandsmitglied Andreas Kropp als Vizepräsident Leistungssport fungiert. Dazu geht der Münsterer Verein mit seiner alljährlich größten organisatorischen Anstrengung inzwischen in die Breite und richtet den „Moret“ via Olympischer Distanz und Sprint auch an jene, die sich der Mitteldistanz-Herausforderung mit zwei Kilometern Schwimmen, 84 Kilometern Radfahren und einem Halbmarathon (noch) nicht stellen können oder wollen.

Vor allem aber feierten diesmal Rennen der Junioren (gemeinsam mit der A-Jugend), der B-Jugend sowie der Schüler A, B und C ihr Moret-Debüt – gleichwohl der im Volksmund „Moret“ genannte Dieburger Hausberg (Mainzer Berg) schon lange kein Teil der Strecke mehr ist. Die Radrunde wendet inzwischen nach einer Fahrt durch Altheim bei Richen – und am anderen Ende kurz vor dem Bahnübergang am Babenhäuser Stadteingang. Von dort leitete der VfL am Sonntag die Autos über einen Nebenweg gen Sickenhofen um. „Wegen der einige Stunden lang gesperrten B 26 haben wir auch diesmal wieder das Übliche gehört“, berichtete Kropp: „Wir seien nicht ganz dicht. Es ist nach wie vor schwierig, den Leuten klar zu machen, dass man wegen einer Sportveranstaltung eine öffentliche Straße sperrt.“

Generell war der Rennleiter mit dem Rekord-Triathlon aber sehr zufrieden: „Das Wetter war perfekt, wir hatten nur einen leichten Radsturz und am See drei kleinere Schnittverletzungen wegen Muscheln.“ Insgesamt sei die Triathlonszene nach der Corona-Zeit zwar gerade im Jugendbereich „noch nicht richtig aus dem Quark gekommen, man merkt an den Leistungen und Meldezahlen gerade bei den Jugendlichen die lange Trainingspause“. Dennoch soll der Moret-Triathlon des VfL Münster nach der diesbezüglichen Premiere am Wochenende auch in den nächsten Jahren dem Nachwuchs eine Plattform bieten und seinem neuen Anspruch als „Triathlon für alle Generationen“ gerecht werden. Lediglich die diesmal integrierten Jugend- und Schüler-Hessenmeisterschaften wird man vom Verband bestenfalls im mehrjährigen Abstand zugeteilt bekommen: „Die sollen rotieren“, sagte Kropp. (Jens Dörr)

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