Ferienspaß beim Fußball

46 Kinder im SV-Fußballcamp in Münster

Auch ein halbes Dutzend Mädchen – unser
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Auch ein halbes Dutzend Mädchen – unser

Mit den „Merck-Lilien-Fußball-Camps“ geht Zweitligist SV Darmstadt 98 auch abseits seines Nachwuchsleistungszentrums in Kranichstein auf Achse, um Kindern und Jugendlichen kostenpflichtige Kicker-Kurzweil in den Oster-, Sommer- und Herbstferien zu bieten. Seit einigen Jahren ist auch der SV Münster Kooperationspartner der Lilien, die in der ersten Herbstferien-Woche zu Gast am Mäusberg waren.

Münster – „Hierher kommen wir besonders gern“, sagte Stefan Markwort, einer der fünf Trainer, die sich um die Teilnehmer kümmerten. Der SV Münster habe sich durch seine Infrastruktur, aber auch liebevolle Aufmerksamkeiten wie die Verpflegung mit Kuchen und einer generell angenehmen Zusammenarbeit einen solch guten Ruf erworben, dass sich bei der Aufteilung der Camps meist mehr Honorartrainer für Münster anböten, als benötigt würden. Bis zu drei Camps, eins in Darmstadt und zwei in der Peripherie, veranstaltet der Bundesligist pro Ferienwoche parallel.

Seit den Sommerferien hat das Angebot wieder Fahrt aufgenommen, nachdem Corona die Camps in den Osterferien noch durch die Lappen schickte. „Die Familien sind noch zurückhaltend“, sagte Markwort einerseits und erinnerte daran, dass beim Camp in Münster schon mal 70 Kinder dabei gewesen seien. Mit den 46 Teilnehmern im Alter von sechs bis 14 Jahren, darunter ein halbes Dutzend Mädchen (und 44 Kids, die beim SVM oder andernorts bereits im Verein Fußball spielen), war der Coach andererseits zufrieden.

„Momentan spielen noch mehrere Faktoren in die Entscheidung rein, ob Eltern ihr Kind zum Feriencamp schicken.“ Zwar führen derzeit weniger Leute in den Urlaub, zugleich bestünden aber immer zumindest latente Sorgen.

Eine Infektion auf dem Fußball-Platz gilt zwar als äußerst unwahrscheinlich, und gerade abseits der zwei fürs Camp genutzten Kunstrasen-Plätze am Mäusberg achteten die Trainer des SV 98 darauf, dass die Kinder gewissen Regeln befolgten. So herrschte etwa beim Mittagessen Abstand, und maximal zwei der vier Gruppen durchmischten sich für die Turnierspiele. Zu hundert Prozent lässt sich das Risiko aber auch beim Kicken nicht ausschließen. Einen Corona-Fall gab es bei den „Merck-Lilien-Fußball-Camps“ laut Aussage von Markwort bisher jedoch noch nicht. Wenn sich bei einem Kind Erkältungssymptome zeigten, agierten die Eltern ohnehin oft schon präventiv und ließen es zuhause.

Wer die Begeisterung der jungen Teilnehmer am Mäusberg auch nur für kurze Zeit verfolgte, gewann jedenfalls den Eindruck: Besser, den Kindern in der ersten Ferienwoche viel Fußball-Freude unter freiem Himmel ermöglichen, als sie ob eines doch sehr begrenzten Ansteckungsrisikos in der heimischen Stube womöglich der Langeweile auszusetzen.

Das Angebot des SV 98 beim SVM war vergangene Woche übrigens nicht das einzige seiner Art in Münster: Auf dem Sportgelände des TSV Altheim veranstaltete das Fußball-Camp Darmstadt-Dieburg um „Campvater“ und Ex-Oberliga-Spieler Holger Claus die „2. Fun- & Fußball-Powertage“ (wir berichteten darüber bereits in den Sommerferien). Sie bilden derzeit einen nicht ganz gleichwertigen, aber doch annähernden Ersatz für das klassische Camp in Altheim. (Von Jens Dörr)

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