Fußball-Feriencamp in Altheim

60 Kids kicken unter Corona-Bedingungen

„Die Bolzplatz-Liebe kehrt zurück“, konstatierte beim Camp in Altheim „Campvater“ Holger Claus, der diesmal aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten musste.
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„Die Bolzplatz-Liebe kehrt zurück“, konstatierte beim Camp in Altheim „Campvater“ Holger Claus, der diesmal aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten musste.

Altheim – Auch unter schwierigen Vorzeichen hat das Fußball-Camp Darmstadt-Dieburg fünf Tage lang sein Ostercamp auf dem Sportgelände des TSV Altheim über die Bühne gebracht: Von Montag bis Freitag kickten sich 60 Jungs und Mädchen durch die zweite Ferienwoche. Manchen Kids blieb nur der Platz auf der Warteliste.

Personell musste das Camp-Team diesmal damit zurechtkommen, dass „Campvater“ und Organisator Holger Claus aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzertreten musste als gewohnt. Beim nächsten Camp in den Sommerferien will der stets gut gelaunte Ex-Hessenliga-Spieler – für viele Stammteilnehmer längst eine beliebte wie respektierte Bezugsperson – aber wieder zu alter Form auflaufen.

Die Trainer organisierten die Kinder in vier Gruppen, teilten sie nach Jahrgängen ein. Das Höchstalter der Teilnehmer lag diesmal rigoros bei 14 Jahren – ein Tribut an die aktuelle Corona-Verordnung für den Sport in Hessen. Beim fußballerischen Programm musste das Camp-Team ein paar Abstriche machen: Die Gruppen blieben auf dem Platz und beim Mittagessen unter sich, die sonst üblichen Turniere oder gar die Durchmischung der Gruppen entfielen. Die Eltern durften ihre Kinder nur am Eingang abgeben und abholen. Auch der gemeinsame Ausklang am letzten Camptag war gestrichen.

Fußballcamp in Altheim: Betreten und Verlassen des Rasens nur auf „Corona-Straße“

Wohl dem, der sich wie Claus auf eine Reihe junger und engagierter Trainer und Betreuer verlassen kann – diesmal Abu Talib, Julian Schimmel, Junis Goßmann, Paul Schütz, Max Steiger, Dennis Stöckel, Elena Ressel und Hannah Deboy. Das für Essensausgabe und auch mal für ein Pflaster zuständige „Kompetenzteam“ um Henni Schütz, Sylvia Schwalm und Suzy Szollar nicht zu vergessen.

Ausmarsch zum Mittagessen beim Fußball-Camp in Altheim – aber nur mit Maske und über die auf dem Rasen markierte „Corona-Straße“.

Claus und Co. nahmen die Corona-Lage in weiterer Hinsicht sehr ernst: Den Kindern war auf dem TSV-Trainingsplatz sogar mit einer „Corona-Straße“ vorgegeben, auf welcher Route sie den Rasen zu betreten und verlassen hatten, um in „ihr“ Platzviertel zu gelangen. Auf dem Weg zum Essen trugen die Kinder brav ihren Mund-Nase-Schutz. Sie kamen zudem umgezogen zum Sportplatz, legten in der Kabine lediglich ihre Mitbringsel ab, hielten sich dort aber nicht länger auf. All das kontrollierte am Mittwoch vor Ort auch eine Mitarbeiterin des Münsterer Ordnungsamts.

Groß-Zimmerner Sonnen-Apotheke liefert kostenlose Corona-Selbsttests

Die Veranstaltung hatte Claus vorab angemeldet – 60 halbwegs ausgelassene Kinder (beim Spielen natürlich ohne Maske) und aufgedrehte Musik während den Einheiten sind aktuell ja eine Seltenheit. Der Clou, um das (draußen und gerade beim Sport ohnehin kaum vorhandene) Infektionsrisiko abermals zu reduzieren, ist noch gar nicht genannt: Dank der Unterstützung der Groß-Zimmerner Sonnen-Apotheke konnte Claus am Wochenende vor dem ersten Camptag jedem Kind ohne Aufpreis einen Selbsttest zur Verfügung stellen. Die Eltern holten diese Tests am Sportgelände ab, führten sie daheim mit ihren Kindern durch und wiesen am Montag vor Beginn der ersten Einheit die durchweg negativ ausgefallenen Ergebnisse nach.

Ansonsten war der Zuspruch zum kostenpflichtigen Angebot des Fußball-Camps Darmstadt-Dieburg, das dreimal pro Jahr beim TSV Altheim gastiert, einmal mehr groß: Pandemiebedingt begrenzte Holger Claus die Teilnahme diesmal auf 60 Kids – normalerweise sind es 80. Einige Interessenten kamen daher zu spät und blieben auch zum Leidwesen des Campvaters draußen. Der macht derzeit ein besonders großes Interesse von Jungen und Mädchen an der Fußball-Zerstreuung aus: „Die Bolzplatz-Liebe kehrt zurück!“ (Von Jens Dörr)

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