Fußball-Camp Darmstadt-Dieburg

„Fun + Fußballpower-Tage“ beim TSV Altheim: „Mit Abstand die besten Fußball-Tage“

Auch wenn der Camp-Charakter diesmal kürzer kam und nur die Hälfte der sonstigen Plätze angeboten werden konnte, schuf die Veranstaltung in Altheim in der vierten Ferienwoche doch Kurzweil für 40 fußballverrückte Kinder.
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Auch wenn der Camp-Charakter diesmal kürzer kam und nur die Hälfte der sonstigen Plätze angeboten werden konnte, schuf die Veranstaltung in Altheim in der vierten Ferienwoche doch Kurzweil für 40 fußballverrückte Kinder.

Den „Fun + Fußballpower-Tagen“ beim TSV Altheim fehlt coronabedingt diesmal etwas vom gewohnten Camp-Charakter: Nur halb so viele Kinder als in den Vorjahren waren zugelassen.

Altheim – Seit 13 Jahren veranstaltet Holger Claus das Fußball-Camp Darmstadt-Dieburg, dreimal jährlich in den Oster-, Sommer- und Herbstferien, seit längerem auf dem Sportgelände des TSV Altheim. Tausende von Kindern und Jugendlichen haben bereits mitgemacht, etliche mehrmals. Manche sind inzwischen erwachsen und gehören jetzt dem Trainer-Team an. Die Corona-Version in diesen Sommerferien stellte aber auch Claus vor neue Herausforderungen.

Eins vorweg: Dass der einstige Oberliga-Spieler sein Ferienangebot in Altheim just in den letzten Juli-Tagen austrug und damit kurz vor dem auch für Fußballer „goldenen“ 1. August, seit dem in Hessen wieder Teamsport ohne größere Einschränkungen möglich ist, nahm er gelassen. „Da mecker’ ich nicht, da ärger’ ich mich nicht – es ist, wie es ist“, sagte Claus während einer der Einheiten auf dem Trainingsplatz des TSV. Auch wenn seit dem Wochenende nun wieder vieles leichter ist: Für sein Angebot galten noch die alten Regeln, nach denen Kontaktsport wie das Kicken maximal in Zehnergruppen stattfinden durfte.

Die virulente Situation hatte auch in anderer Hinsicht ihren Einfluss auf Claus’ Angebot. Was schon beim Namen anfing: Am Eingang des Sportgeländes stand ein Schild mit der zweideutigen Aufschrift „Mit Abstand die besten Fußball-Tage“; allerdings nannte Claus die fußballreiche Woche diesmal „Fun + Fußballpower-Tage beim TSV Altheim“ und eben auch nicht wie sonst „Camp“.

„Der Camp-Charakter fehlt diesmal leider“, sagte er und verwies auf die notgedrungenen Abstriche, die er hatte machen müssen. So waren mit 40 Kindern diesmal nur halb so viele wie sonst mit von der Partie. Im Konzept, das Claus der Gemeinde Münster hatte vorlegen müssen, wären mehr auch kaum genehmigt worden. Einige, die teilnehmen wollten, schafften es deshalb nur auf die Warteliste und nicht aufs Altheimer Grün. Für die täglichen Einheiten am Vor- und Nachmittag reisten wieder junge Fußballer aus dem ganzen Kreisgebiet, mitunter auch aus dem Raum Offenbach, an. Ein genaues Augenmerk hatten Claus und seine Helfer auf die gesundheitliche Verfassung der Teilnehmer.

Eingeteilt wurden sie in vier Zehnergruppen, um die sich jeweils mehrere junge Trainer kümmerten. Tom Bonifer, Erstmannschaftstorwart des SV DJK Viktoria Dieburg, war beispielsweise darunter, auch Kreisliga-Spieler Henrik Ruißinger sowie Julian Schimmel, Paul Schütz, Junes Goßmann, Philipp Graf, Hanna Deboy, Leni Becker, Elena Ressel und Emma Baumann.

Sie alle coachten die Kinder in geschlossenen Gruppen. Eine Durchmischung durfte diesmal nicht stattfinden, wodurch auch bestimmte Turnierformen nicht möglich waren. „Das Familiäre fehlt diesmal gezwungenermaßen“, führte Claus aus. Dazu gehörte auch das Eltern-Kind-Turnier und die Abschlussfeier mit Tombola und Angehörigen der Kids, die normalerweise den Ausklang mit bis zu 200 Personen bildet. Auch beim Mittagessen, das Henni Schütz und Szuzanna Szollar zubereiteten und ausgaben, ging man gruppenweise und besonders vorsichtig ans Geschehen.

Dennoch waren die Fußballpower-Tage für Claus der erste Schritt zurück zur Normalität und für die Kinder Kurzweil in der vierten Ferienwoche. In den Osterferien hatte er sein Angebot noch absagen müssen.

Für die Herbstferien (5. bis 9. Oktober, Anmeldungen noch möglich, www.fussballcamp-dieburg.de) hofft der „Campvater“, in Altheim wieder eine Fußball-Woche durchführen zu können, die an die traditionelle Machart anknüpft. Von Jens Dörr

Trotz der Einschränkungen und Auflagen immer gut drauf: „Campvater“ Holger Claus und sein Trainer- und Betreuer-Team, hier Leni Becker.

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