Närrisch mit 2G: DJK reduziert Plätze, FVCA schöpft Kapazität aus

DJK Münster und FVCA Eppertshausen planen ihre Fastnachtssitzungen

Die FVCA-Gruppe „Knackfrisch“ bei der Eppertshäuser Fastnachtssitzung 2020. Nächstes Jahr feiert die Show der närrischen Abteilung des Fußball-Vereins unter Vollauslastung der Bürgerhalle ihr Comeback.
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Die FVCA-Gruppe „Knackfrisch“ bei der Eppertshäuser Fastnachtssitzung 2020. Nächstes Jahr feiert die Show der närrischen Abteilung des Fußball-Vereins unter Vollauslastung der Bürgerhalle ihr Comeback.

Sowohl die DJK Blau-Weiß Münster als auch der FVCA Eppertshausen führen ihre Fastnachtssitzungen im Frühjahr 2022 durch. Während die DJK ihre Plätze reduziert, plant der FVCA mit der vollen Auslastung.

Münster/Eppertshausen – Nachdem die FSV Münster bereits im Sommer entschieden hatte, 2022 erneut auf ihre Fastnachtssitzung in der Kulturhalle zu verzichten (wir berichteten), haben nun auch die DJK Blau-Weiß Münster und der FVCA Eppertshausen als weitere große Sitzungsmacher in den zwei Nachbarkommunen ihre Entscheidungen zur nächsten Kampagne getroffen. Die Beschlüsse werden die Fans der Saalfastnacht freuen: Sowohl die DJK als auch der FVCA veranstalten im Februar wieder abendfüllende Narrenshows.

DJK Münster

Für die DJK Münster werden sie zugleich der erste Höhepunkt des Jubiläumsjahrs sein: 2022 wird der Mehrspartenverein (unter anderem Tischtennis, Kegeln und Fastnacht) 100 Jahre alt. „Es wird alles ein bisschen kleiner“, sagt Christian Weinrich, Fastnachts-Abteilungsleiter der DJK, zwar. Der Markenkern der DJK-Fastnacht, die vier Sitzungen in der Vereinshalle, feiert nach der Corona-Zwangspause 2021 aber sein Comeback.

Wie gewohnt werden es vier Sitzungen sein, dreimal samstags, einmal freitags, terminiert für den 5., 12., 18. und 19. Februar. „Pro Sitzung wird es etwa 300 Plätze geben“, kündigt Weinrich an. „Damit gehen wir rund 80 Plätze runter.“ Dies hat der Verein beschlossen, obwohl er die 2G-Regel anwenden wird, die eine Maximalauslastung gestatten würde. Man wolle wegen des Infektionsschutzes aber noch etwas mehr Sicherheit walten lassen, erläutert Weinrich. Deshalb wird die DJK nach den Sitzungen 2022 auch auf die beliebte „Haifischbar“ verzichten, in der viele Fastnachter nach der Show sonst noch manche Stunde verbringen. „Wir wollen aber die Möglichkeit bieten, nach der Sitzung noch im Saal zu verweilen.“

Ein Foto von der Münsterer DJK-Sitzung 2020. In der Halle wird es nächstes Jahr nicht ganz so eng zugehen, da der Verein die Kapazität pro Abend um 80 Plätze verringern will.

Die Besucher und Mitwirkenden müssen also gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen sein. Bekanntlich ist das derzeit längst nicht bei jedem der Fall. „Wir haben aber keinen großen Mitgliederschwund und unsere Aktiven freuen sich“, erzählt Weinrich. „Nach jetzigem Stand kriegen wir alle Gruppen zusammen.“ Die Ausnahme der 2G-Regel bezieht sich auf Kinder unter zwölf Jahren – sie dürfen auch ungeimpft (dann aber aktuell getestet) an der Sitzung teilnehmen. „Das betrifft bei uns das Kinderballett“, sagt Weinrich. Personell am schwierigsten verhalte es sich derzeit bei der Juniorgarde: Dort sind die Mitwirkenden im Teenie-Alter, in dem es derzeit gemeinhin noch einen hohen Anteil Ungeimpfter gibt. Aktuell würden in dieser Gruppe „vier, fünf“ Jugendliche rausfallen.

Der Vorverkauf für die DJK-Sitzungen soll am 14. November beginnen – zunächst für die Vereinsmitglieder, später dann als freier Verkauf. Noch einmal ausfallen wird im Februar 2022 die Party, die die DJK normalerweise an Altweiberfastnacht in ihrer Vereinshalle veranstaltet.

FVCA Eppertshausen

In Eppertshausen hat sich der FVCA als närrische Abteilung des Fußball-Vereins ebenfalls für die Durchführung seiner Sitzungen in der Bürgerhalle entschieden – und auch für die 2G-Regel. Die Frage nach 2G oder 3G habe man „im Vorstand kontrovers diskutiert“, sagt Abteilungsleiter Eric Seib. Schließlich habe man sich pro 2G entschieden.

Der FVCA wolle niemanden ausschließen, betont Seib, „in erster Linie wollen wir aber eine Sitzung, wie wir sie kennen und lieben“. Heißt: Singen, Schunkeln und Spaß haben, ohne ständig Regeln beachten zu müssen. „3G würde zu große Maßnahmen mit Abstand und Maskenpflicht bedeuten“, sagt Seib. „Das macht die Fastnacht aber nicht aus.“ Außerdem seien Sitzungen unter der 3G-Regel „wirtschaftlich nicht tragbar“.

Stattfinden werden die Eppertshäuser Sitzungen am 18. und 19. Februar. Den Start des Karten-Vorverkaufs wird der FVCA nach den Herbstferien festlegen. „Aktuell planen wir mit der vollen Bestuhlung“, blickt Seib voraus. „Sollten wir die Karten nicht so verkaufen, wie wir es uns erhoffen, werden wir ein paar Stühle rausnehmen.“ Gerade die Tanzgruppen seien schon fleißig am Trainieren. „Mit den Sitzungen wollen wir ein Zeichen setzen, dass wir wieder was für die Kultur tun und wir gemeinsam feiern wollen!“ (Jens Dörr)

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