„Auszeit bei Maki“ im Freizeitzentrum in Münster

„Fahren unter Volllast“

Gelungener Start am Freizeitzentrum: Maki El-Makhtari und Jürgen Sauerwein.
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Gelungener Start am Freizeitzentrum: Maki El-Makhtari und Jürgen Sauerwein.

Gelungener Start für das neue Pächter-Paar von „Auszeit bei Maki“ im Münsterer Freizeitzentrum.

Münster - Im Herbst präsentierte die Gemeinde neue Pächter fürs Lokal mit Biergarten am Münsterer Freizeitzentrum: Hakima El-Makhtari, Spitzname „Maki“, und Jürgen Sauerwein. Das Paar folgte auf Axel Rüb und Andrea Locke, die das Objekt neun Jahre lang unter dem Namen „Auszeit bei Axel“ zum beliebten Treffpunkt gemacht hatten. Nun firmiert die gastronomische Adresse im Grünen unter „Auszeit bei Maki“ – und darf nach einem fast endlosen Lockdown seit wenigen Wochen Gäste begrüßen. Der Start ist gelungen.

„Ich bin wirklich überrascht, wer alles hierher kommt“, sagt El-Makhtari. Unter der Woche sind es vor allem Ältere, „am Wochenende kommen besonders die Familien“. Aber nicht nur die: „Wir haben Gäste aller Generationen“, freut sie sich darüber, dass ein bunt gemischtes Publikum den Weg ins Idyll zwischen See und Spielplatz findet.

Dabei kann El-Makhtari die regionale Gastro-Szene eigentlich ziemlich gut einschätzen, was ihre Überraschung umso überraschender macht. Schließlich hat die Münstererin, die mit ihrem aus Langstadt stammenden Partner in Altheim wohnt, unter anderem von 2007 bis 2012 das „Metropolitan“ an der Darmstädter Straße betrieben, später auch in der Langfeldsmühle bei Hergershausen gearbeitet. „Viele, die ich dort kennengelernt habe, kommen als Gäste nun auch ans Freizeitzentrum“, freut sie sich. Sehr viele kämen mit dem Fahrrad, längst nicht nur aus Münster, Dieburg und Eppertshausen: „Auch aus Rödermark, Langen und Erzhausen hatten wir schon Leute da“.

Inzwischen können sich die Gäste in der „Auszeit bei Maki“ dienstags bis sonntags ab 10 Uhr niederlassen. In den ersten Wochen hatten El-Makhtari und Sauerwein dienstags und mittwochs noch zu. Nun, da das Wetter stimmt und draußen kein Corona-Test mehr vorzuweisen ist (wohl aber der Check-In mit der Luca-App), fährt das Paar samt weiterer Helfer aus dem Familien- und Freundeskreis unter Volllast. Abends durchaus mal bis 22 Uhr. „Wir schicken keinen weg“, lächelt die Betreiberin. Erst recht nicht, wenn noch ein spannendes EM-Spiel läuft. Im Biergarten zeigt das Lokal alle EM-Partien – außer montags, wenn Ruhetag ist – auf einem 82-Zoll-Bildschirm.

Den Gastronomen ist die Erleichterung nach der Renovierung des Objekts und der langen Zwangspause anzumerken. Schließlich wollten sie bereits vor etlichen Monaten öffnen, was die staatlichen Corona-Verordnungen aber unmöglich machten. „Es ist ein schönes Gefühl, wieder etwas zu tun“, sagt El-Makhtari. „Zumal du das ja auch für dich selbst machst.“ Unter dieser Prämisse sind die sehr langen Arbeitstage und der Montag, der keinesfalls frei ist, sondern für Einkauf und Vorbereitung der neuen Woche draufgeht, zu verkraften.

Und vorzubereiten ist einiges: Neben den täglich vier bis sieben Kuchen bieten El-Makhtari, Sauerwein und ihre Mitarbeiter eine Reihe herzhafter Gerichte an – vom Eintopf über den Hackbraten, Rinds- und Weißwürste, Handkäse, Leberkäse bis hin zu saisonalen Gerichten wie Spargelsalat. Mitunter üppige Portionen zum fairen Preis. Die Wurstplatte für 8,90 Euro ist bereits das „teuerste“ Gericht. Die Speisen liefen gut, konstatieren die beiden, lediglich die vegetarischen Gerichte seien während ihrer Erprobung kaum nachgefragt worden. Deshalb hat man sie wieder aus dem Programm genommen.

In den kommenden Wochen wird am Freizeitzentrum und in der „Auszeit bei Maki“ wohl weiter Hochbetrieb herrschen. Dem begegnen Maki El-Makhtari und Jürgen Sauerwein mit rund 80 Plätzen im Biergarten, der dank mehrerer Bäume und Sonnenschirme so schattig ist, dass sich dort auch hochsommerliche Temperaturen aushalten lassen. (Jens Dörr)

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