200 teilnehmer 

Gemarkungsrundgang in Münster: Wo Feuer und Stürme toben

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Konzentriert und zügig füllt eine Mitarbeiterin der Gemeinde Teller für Teller mit der heißen Suppe, damit hungrige Rundgangteilnehmer nicht so lange warten müssen.

Der Herbstanfang präsentierte zum Gemarkungsrundgang am Sonntag herrlichen Sonnenschein und angenehme Temperaturen.

Münster - Etwa 200 Teilnehmer fanden sich so auch in den späteren Morgenstunden am Pavillon des Freizeitgeländes ein, um an dem von der Gemeinde Münster veranstalteten Gemarkungsrundgang teilzunehmen. Nur das Oberhaupt der Gemeinde fehlte, Bürgermeister Gerald Frank wurde durch einen heftigen Virusbefall in seinen heimischen vier Wänden gefangen gehalten, wie sein Stellvertreter, Erster Beigeordneter Jan Stemme, den Rundgängern mitteilte.

Nachdem er den Zuhörern Informationen über den geplanten Ablauf des auf etwa zwei Stunden angesetzten Rundgangs vermittelte und tatkräftige Mannen der Feuerwehr Münster den zur Verfügung gestellten Lautsprecher abgebaut und verladen hatten, setzte sich der Tross in Bewegung. Voran schritten Jan Stemme, eingerahmt von Matthias Kisling, der für die Untere Naturschutzbehörde mit wanderte, und von Ronny Kolb, dem Leiter des Forstamts Dieburg.

Münsterer Gemarkungsrundgang: Erster Halt an Schneise

An der Hundesportanlage ging es zügigen Schrittes vorbei, der erste Halt wurde an einer kleinen Schneise eingelegt. Nicht mehr erkennbar war die frühere Nutzung des Geländes als Parkplatz. Kisling informierte über das geplante Parkwaldprojekt. Stemme nutzte die Gelegenheit, um den im Halbkreis versammelten Zuhörern von den Sanierungsfortschritten des Sees am Freizeitgelände zu berichten.

Munter plauschend, jedes Wildgetier verscheuchend, wurde die Gemarkung weiter entlang der Tongrubenschneise begangen. Dort konnten die Teilnehmer einen guten Überblick über die Schäden erhalten, die der Sturm „Fabienne“ vor ziemlich genau einem Jahr anrichtete. „Fabienne“ war es nicht allein, auch Sturm „Eberhard“ trug zu Beginn dieses Monats seinen Teil dazu bei, wie Beigeordneter Stemme im Sinne der Gleichberechtigung der Geschlechter erläuterte.

Münsterer Gemarkungsrundgang: Winde haben Schäden im Wald hinterlassen

Ronny Kolb berichtete als Leiter des Forstamts Dieburg über die aktuellen Entwicklungen und teilte mit, welche Ansatzpunkte es für die Beseitigung der Schäden gibt. Nicht nur heftige Winde haben Übles im Wald von Münster angerichtet, auch Feuer sorgte für erhebliche Schäden. Ausführlich wurde nochmals über den Waldbrand in der Nähe des ehemaligen Munitionslagers berichtet und die Leistungen der unterschiedlichen Einsatzkräfte gewürdigt.

Ein Blick in die Zukunft wurde gewährt bei der Beschreibung des geplanten naturpädagogischen Erlebnisgeländes, von dem allerdings noch nicht viel zu sehen ist. Kein Wunder, denn die in Aussicht gestellten Wisente und Wildpferde haben Münsters Gefilde noch nicht erreicht.

Die Aussicht auf ein kostenloses Mittagessen beflügelte die Schritte der Gemarkungsrundgänger in Richtung Freizeitgelände. Dort waren fleißige Helfer, allesamt Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, damit beschäftigt, letzte Vorbereitungen zu treffen, um dem Ansturm hungriger Wanderer gewachsen zu sein. Axel Rüb rührte die in einer Feldküche angelieferte Gemüsesuppe noch einmal kräftig durch, und schon kamen sie. Rasch und routiniert wurde Suppe in vorbereitete Teller gegeben, heiße Würstchen dazu gelegt und Brötchen ausgegeben. Nach so einem Spaziergang in schöner Natur, angereichert mit vielen Informationen, die von Fachleuten gegeben wurden, schmeckte es allen besonders gut.  

zpp

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