Nabu-Ortsverein künftig von Quartett statt alleinigem Vorsitzenden geführt

Führungswechsel bei Naturschützern

Nachdem Dieter Günther (2.v.l.) nach mehr als 20 Jahren sein Amt als Vorsitzender des Ortsvereins Münster des Naturschutzbundes abgab, bilden nun Wolfgang Kleinheinz, Siegfried Treuer, Thomas Lay und Jonas Kisling (v.l.) den Vorstand.
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Nachdem Dieter Günther (2.v.l.) nach mehr als 20 Jahren sein Amt als Vorsitzender des Ortsvereins Münster des Naturschutzbundes abgab, bilden nun Wolfgang Kleinheinz, Siegfried Treuer, Thomas Lay und Jonas Kisling (v.l.) den Vorstand.

Der Ortsverein Münster des Naturschutzbundes (Nabu) hat einen neuen Vorstand. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung hat sich dabei noch eine Änderung ergeben. Statt von einem alleinigen Vorsitzenden wird der Nabu Münster künftig von einem Führungsquartett geleitet.

Münster – Zukünftig wird es beim Ortsverein Münster des Naturschutzbundes (Nabu) nicht mehr nur einen Vorsitzenden geben: Mit Thomas Lay, Siegfried Treuer, Wolfgang Kleinheinz und Jonas Kisling sind es vier Personen, die als Team die Vereinsführung innehaben. Das haben die Nabu-Mitglieder bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im Kino der Kaisersaal-Lichtspiele beschlossen. Dafür mussten sie einer Satzungsänderung zustimmen.

Das neue Quartett beerbt Dieter Günther, der nach mehr als 20 Jahren als erster Vorsitzender seinen Rückzug aus diesem Amt angekündigt hatte. Bei den Überlegungen zur Nachfolge kam man beim Nabu zu dem Entschluss, dass es ist nicht mehr zeitgemäß ist, wenn auf den Schultern einer Person die Hauptlast liegt. Der gegenwärtige Trend zu einem mehrköpfigen Team, das sich Verantwortung und Aufwand teilt, stellte auch für die Natur- und Umweltschützer die beste Lösung dar. Insgesamt wurden vier separate Aufgabenbereiche kreiert: Thomas Lay kümmert sich um Administration und Öffentlichkeitsarbeit, Siegfried Treuer um Pflegemanagement und Technik, Wolfgang Kleinheinz um Ornithologie und Naturschutz sowie Jonas Kisling um die Finanzen.

Thomas Lay nahm nach den Neuwahlen gleich die Gelegenheit wahr, Dieter Günther für seinen jahrelangen, unermüdlichen Einsatz mit einem Geschenk zu danken. „Mehr Herzblut geht nicht!“, lobte er dessen nie nachlassende Passion für die Ziele des Vereins. Für die tierreiche Lausitz, wo Günther sich regelmäßig im Urlaub entspannt und gleichzeitig im Artenschutz einbringt, gab es zum Abschied modernes Profi-Werkzeug, darunter einen Spaten der neuesten Generation. Er ist besonders rückenschonend. „Mit dem Werkzeug kann er unter anderem die erfolgreiche Ansiedlung der Wölfe in der Lausitz weiter voranbringen“, meinte Lay.

Das zukünftige Vorstands-Quartett wird durch drei Beisitzer ergänzt. Nach der geänderten Satzung ist die Tätigkeit des Schriftführers zukünftig nicht mehr im geschäftsführenden Vorstand integriert. Diese Aufgabe füllt fortan Carmen Menz aus. Als weitere Beisitzer wurden Hanna Maria Weidle-Kabatek (Naturschutzjugend/Kindergruppe) und Helmut Wissner (Homepage) gewählt.

In seinem letzten Jahresbericht sagte Günther, dass die Pandemie den Veranstaltungskalender des Nabu zum Teil erheblich einschränkte. So musste man das Storchen- und das Kelterfest absagen, womit wichtige Einnahmen verloren gingen. Zumindest konnten die Arbeiten in den Naturschutzgebieten durchgeführt werden.

Durch den Ankauf zweier neuer Grundstücke mit Hilfe der Unteren Naturschutzbehörde wird der Verein die Pflege schützenswerter Gebiete noch weiter ausbauen. Dafür wurden zusätzliche Motorsägen und Mähgeräte angeschafft. Die Kosten für die Grundstücke und Gerätschaften liegen im mittleren fünfstelligen Bereich. Sie kann der Nabu durch Rücklagen, Zuweisungen aus der Umweltlotterie von Lotto Hessen, durch Gelder von Hessenforst für Pflegeleistungen sowie mit Spenden decken.

Als besonders erfreuliche Nachricht ließ sich auf der Versammlung die Existenz einer neuen Kindergruppe mitteilen. Um sie kümmern sich Hanna Maria Weidle-Kabatek und Bettina Assmann. Die „Füchse“ wurde 2007 von Hildegard Jacob ins Leben gerufen und von ihr über viele Jahre betreut. Ab 2017 kamen durch Ganztagsschule und die Vielfalt bei den Freizeitaktivitäten nicht mehr ganz so viele neue Kinder nach und die Aktivitäten gingen zurück. Auch suchte Jacob aus Altersgründen eine Nachfolgerin. Nun sind wieder genügend Kinder dabei, dazu mit Hanna Maria Weidle-Kabatek und Bettina Assmann zwei neue Betreuerinnen gefunden. Für die dunkle Jahreszeit gab es vom neuen Vorsitzenden gleich eine große Kiste mit Kappen und Warnwesten, damit die „Füchse“ bestmöglich loslegen können. (Michael Just)

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